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Deutschland frei von Maul- und Klauenseuche – Sperrzone weg

15.04.2025 - 10:38:19

Im Januar trat die Maul- und Klauenseuche in Brandenburg auf. Die letzte Sperrzone ist nun aufgehoben. Besteht weiter ein Risiko?

Deutschland gilt rund drei Monate nach dem Ausbruch in Brandenburg wieder als frei von der Maul- und Klauenseuche (MKS). Die Weltorganisation fĂŒr Tiergesundheit (WOAH) habe einem Antrag der LĂ€nder Berlin und Brandenburg, des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des Friedrich-Loeffler-Instituts zugestimmt, teilte das Brandenburger Landwirtschaftsministerium mit. Damit werde die Sperrzone um den betroffenen Bestand in Hönow wieder aufgehoben.

Alle Untersuchungen auf MKS bei Haustieren und bei Wildtieren, die fĂŒr die Seuche empfĂ€nglich seien, waren laut Ministerium negativ. FĂŒr Deutschland gelte seit Montag wieder der Status als MKS-frei ohne Impfung. Auch die Landkreise MĂ€rkisch-Oderland und Barnim erhielten den Status zurĂŒck. 

Trotz Aufhebung weiter Gefahren

Alle HandelsbeschrĂ€nkungen, die noch fĂŒr die Sperrzone galten, sind mit der Zustimmung nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums aufgehoben. Agrarministerin Hanka MittelstĂ€dt (SPD) warnte aber vor Risiken. «Trotz dieser Ă€ußerst positiven Entwicklung in Brandenburg besteht weiterhin die Gefahr eines erneuten Eintrags der Tierseuche in ganz Deutschland aus infizierten Gebieten – insbesondere durch Reiseverkehr, Lebensmittel oder Tiertransporte.» Die Gefahr sei durch AusbrĂŒche in der Slowakei und Ungarn gestiegen. Die Tierhalter mĂŒssten ZutrittsbeschrĂ€nkungen zum Tierbestand, Reinigung und Desinfektion weiter umsetzen.

Sechs Kilometer weite Sperrzone

Erstmals seit mehr als 35 Jahren war in Deutschland die MKS ausgebrochen. Die fĂŒr Tiere hoch ansteckende Viruserkrankung wurde im Januar in einer BĂŒffel-Herde in Hönow im Landkreis MĂ€rkisch-Oderland entdeckt.

Die EU-Kommission hatte rund um den Ausbruchsort eine sechs Kilometer weite Sperrzone angeordnet. Dort galten Restriktionen wie ein Verbot von Tiertransporten.

@ dpa.de