KrÀftiges Plus bei E-Autos - Experte: Förderung wirkt
07.04.2026 - 12:40:47 | dpa.de
Der Hochlauf der ElektromobilitĂ€t in Deutschland hat im vergangenen Monat einen krĂ€ftigen Schub bekommen. Inmitten der Debatten ĂŒber steigende Preise fĂŒr Diesel und Benzin wurden fast 71.000 reine Elektroautos neu zugelassen - ein Plus von 66,2 Prozent im Vergleich zu MĂ€rz 2025. Auch im Vergleich zu Februar war das Plus deutlich, damals kamen knapp 43.000 reine Elektroautos neu auf die StraĂen.Â
Der Anteil an allen Neuzulassungen stieg ebenfalls an: WĂ€hrend im Februar noch 22 Prozent aller Neuzulassungen reine Elektroautos waren, lag der Anteil im MĂ€rz bei 24 Prozent. Zum Vergleich: Im MĂ€rz 2025 waren es noch 16,8 Prozent.Â
«Jetzt zeigt die neue E-Förderung von bis zu 6.000 Euro Wirkung», teilte das Beratungsunternehmen EY mit. «Mit 71.000 neu zugelassenen E-Autos lag der Absatz auf dem höchsten Stand seit August 2023 â damals waren es sogar 87.000 E-Autos.»
Auch insgesamt mehr Neuzulassungen als vor einem Jahr
Der EY-Experte Constantin Gall rechnet im weiteren Jahresverlauf mit einer deutlichen Wachstumsdynamik bei Elektroautos - und hĂ€lt einen Marktanteil von 25 Prozent fĂŒr möglich. Im ersten Quartal lag er bei 22,8 Prozent.Â
«Die groĂe Mehrheit der NeuwagenkĂ€ufer entscheidet sich weiterhin fĂŒr einen Verbrenner. Daran wird sich bis auf weiteres auch nichts Ă€ndern â trotz hoher Spritpreise, trotz milliardenschwerer staatlicher Förderung und trotz neuer E-Modelle mit besseren Reichweiten und Ladezeiten», sagte Gall. «FĂŒr viele Menschen in Deutschland passt ein Elektroauto nach wie vor nicht zu ihrem Alltag und ihren individuellen Gewohnheiten.»
Insgesamt wurden im MĂ€rz etwas mehr als 294.000 Autos neu in Deutschland zugelassen - 16 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. FĂŒr das erste Quartal lag das Plus bei 5,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. «Die Rahmenbedingungen bleiben aber schlecht â und daran wird sich vorerst wohl auch nichts Ă€ndern. Die Konjunktur schwĂ€chelt, immer neue geopolitische Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen drĂŒcken massiv auf die Stimmung, die Arbeitslosigkeit steigt, und eine Trendwende ist nicht in Sicht», sagte EY-Experte Gall.
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