Exporte, GeschÀft

Deutsche Exporte steigen krÀftig - GeschÀft mit USA wÀchst

09.01.2025 - 10:23:12

Im November sind die Ausfuhren so stark gewachsen wie seit fast einem Jahr nicht. Dabei legt das GeschÀft auf dem wichtigsten Absatzmarkt zu. Auch aus der Industrie gibt es etwas Hoffnung.

  • Die deutschen Exporte sind im November krĂ€ftig gewachsen (Archivbild). - Foto: Christian Charisius/dpa

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  • Die deutschen Exporte sind im November krĂ€ftig gewachsen (Archivbild). - Foto: Bernd Thissen/dpa

    Bernd Thissen/dpa

Die deutschen Exporte sind im November krÀftig gewachsen (Archivbild). - Foto: Christian Charisius/dpaDie deutschen Exporte sind im November krÀftig gewachsen (Archivbild). - Foto: Bernd Thissen/dpa

Lichtblick fĂŒr die deutschen Exporteure: Im November sind die Ausfuhren so stark gestiegen wie seit Januar nicht mehr. Die Exporte wuchsen um 2,1 Prozent zum Vormonat auf gut 127 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt berichtet. Zugleich sanken die Importe um 3,3 Prozent auf 107,6 Milliarden Euro. Noch im Oktober hatten die Exporteure einen krĂ€ftigen DĂ€mpfer hinnehmen mĂŒssen. Gute Nachrichten gab es auch bei der Industrieproduktion, die im November ĂŒberraschend stark zulegte.

US-GeschÀft legt krÀftig zu - was macht Trump?

ZuwĂ€chse verbuchten die deutschen Exportunternehmen vor allem mit LĂ€ndern außerhalb der EU. Die meisten Exporte gingen im November erneut in die USA: Sie stiegen nach einem Einbruch im Oktober nun um 14,5 Prozent auf 14 Milliarden Euro.

«Dieser satte Exportzuwachs dĂŒrfte allerdings Donald Trump ein Dorn im Auge sein, schließlich sollen die Außenhandelsdefizite der USA gegenĂŒber den wichtigsten Handelspartnern deutlich reduziert werden», kommentierte Thomas Gitzel, Chefvolkswirt bei der VP Bank. Trump, der am 20. Januar ins Weiße Haus einzieht, hatte mit hohen Zöllen auf Einfuhren aus der EU gedroht. 

Deutliche ZuwĂ€chse gab es auch bei den Exporten nach Großbritannien (plus 8,6 Prozent). Dagegen sanken in die EU um 1,7 Prozent auf 67,8 Milliarden Euro sowie nach China (minus 4,2 Prozent). Da Deutschland insgesamt mehr exportierte als importierte, wuchs der AußenhandelsĂŒberschuss auf 19,7 Milliarden Euro.

GedĂ€mpfte Erwartungen fĂŒr 2025

Die deutschen Exporteure kÀmpfen schon lÀnger mit schwÀchelnden GeschÀften auf den WeltmÀrkten. Trotz des Anstiegs im November blieben die Ausfuhren um 3,5 Prozent unter dem Niveau im Vorjahresmonat. In den ersten elf Monaten summieren sich die Exporte auf knapp 1,43 Billionen Euro, ein Minus von 1,4 Prozent zum Vorjahreszeitraum. 

Der Außenhandelsverband BGA sprach von einem «verlorenen Jahr». «Die momentane Lage im Groß- und Außenhandel ist besorgniserregend», sagte PrĂ€sident Dirk Jandura.

Im Dezember haben sich die Exporterwartungen der Unternehmen eingetrĂŒbt, wie das Ifo-Institut ermittelte. «Die deutsche Wirtschaft rechnet mit einem rĂŒcklĂ€ufigen AuslandsgeschĂ€ft.» Am stĂ€rksten sei die Metallindustrie betroffen.

Industrieproduktion ĂŒberrascht

Einen Hoffnungsschimmer inmitten der Wirtschaftskrise gab es bei der Industrieproduktion. Im November wuchs die Fertigung nach zwei Minus-Monaten in Folge um 1,5 Prozent zum Vormonat. Ein großes Plus verzeichnete das Statistische Bundesamt bei der Energieerzeugung und im «sonstigen Fahrzeugbau», zu dem die Produktion von Flugzeugen, Schiffen, ZĂŒgen und MilitĂ€rfahrzeugen zĂ€hlt. Auch das Baugewerbe legte zu.

Trotz des jĂŒngsten Anstiegs gebe es seit 2018 einen negativen Trend, schrieb VP-Bank-Chefvolkswirt Gitzel. «Die Industrieproduktion ist seither um knapp 20 Prozent gefallen.»

Auch Carsten Brzeski, Chefvolkswirt bei der Bank ING, zeigte sich verhalten mit Blick auf die deutsche Wirtschaft. «Die jĂŒngste Erholung in der deutschen Industrieproduktion und bei den Exporten ist eine willkommene Erleichterung, aber sie kommt zu spĂ€t, um ein weiteres Quartal der Stagnation zu verhindern.»

@ dpa.de