Verband: Ukraine-Krieg treibt deutsche Drohnen-Industrie an
10.07.2025 - 05:10:36MilitĂ€rische Konflikte wie der Ukraine-Krieg treiben die deutsche Drohnen-Industrie nach EinschĂ€tzung des Industrieverbands BDLI stark an. «Deutsche Hersteller unbemannter Flugsysteme erleben bei militĂ€rischer AufklĂ€rung und kriegerischen Auseinandersetzungen derzeit eine rasante Nachfrage», erklĂ€rt die BDLI-HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Marie-Christine von Hahn. Die Innovationszyklen seien geradezu schwindelerregend hoch. «Was gestern noch ein Garagen-Startup war, geht morgen schon in Serienproduktion.»
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) vertritt nach eigenen Angaben rund 260 Mitgliedsunternehmen mit zusammen rund 52 Milliarden Euro Jahresumsatz und 120.000 BeschĂ€ftigten. FĂŒr die noch junge Unterbranche der unbemannten Flugsysteme (UAS) traut sich der Verband keine konkreten Umsatzangaben zu. Laut einem auf 30 Unternehmen beschrĂ€nkten Monitor sind die Erlöse im vergangenen Jahr um neun Prozent gestiegen. GröĂere AbschlĂŒsse wĂŒrden erwartet. Die Zahl der BeschĂ€ftigten wuchs in der Jahresfrist um rund 24 Prozent auf 7.700 Menschen.Â
Rund 70 Prozent der Drohnen-Hersteller seien im militĂ€rischen Sektor tĂ€tig, so der Verband. Im zivilen Bereich erziele man enorme Fortschritte bei der Entwicklung konkreter Anwendungen und GeschĂ€ftsmodelle. «Der Einsatz ziviler Drohnen in Deutschland kann mit der konstruktiven Begleitung des Staates als Regelgeber gewinnbringend fĂŒr die deutsche Gesellschaft werden», meint von Hahn. Die Akzeptanz in der Bevölkerung wachse stetig.


