WDH / Maschinenbau-Exporte leiden unter Zoll-Konflikt
21.08.2025 - 10:57:36(Im vierten Satz des zweiten Absatzes wurde der Name Gernandt berichtigt - nicht: Gernhardt).
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der exportorientierte Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland leidet unter den globalen Zollkonflikten. In der ersten JahreshĂ€lfte wurden Waren im Wert von 98,3 Milliarden Euro exportiert - ein RĂŒckgang von 3,4 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahreszeitraum. Preisbereinigt betrĂ€gt das Minus sogar 4,9 Prozent, wie der Branchenverband VDMA berichtet.
Dem Verband zufolge war das zweite Quartal stark geprĂ€gt vom Zollkonflikt mit dem wichtigsten Handelspartner USA. Wiederholte Zollandrohungen von US-PrĂ€sident Donald Trump sowie die Unsicherheit ĂŒber das schlussendliche Ergebnis hĂ€tten das GeschĂ€ft erheblich belastet. Die Ausfuhren in die USA gingen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,5 Prozent zurĂŒck. Chef-Volkswirt Johannes Gernandt rechnet wegen der anhaltenden Unsicherheiten auch im dritten Quartal mit negativen Auswirkungen des Konflikts.
Neue AbsatzmÀrkte gesucht
Die Unternehmen mĂŒhen sich um neue AbsatzmĂ€rkte. Doch auch die Exporte in europĂ€ische LĂ€nder haben zum Halbjahr um 3,7 Prozent nachgegeben. "Allerdings lĂ€sst der Anstieg der AuftragseingĂ€nge der vergangenen Monate aus den Euro-PartnerlĂ€ndern auf eine positive Entwicklung der Exporte in dieser wichtigen Absatzregion hoffen", sagt der VDMA-Chefvolkswirt. Mehr GeschĂ€fte gab es hingegen mit sĂŒdamerikanischen Staaten sowie im Nahen und Mittleren Osten.

