WDH: Trotz 'Pflaster' klagt Bayern weiter gegen Finanzausgleich
03.07.2025 - 15:33:46(Im vorletzten Satz wurde die Jahreszahl korrigiert: 2023)
MĂNCHEN/BERLIN (dpa-AFX) - Trotz einer finanziellen Entlastung des Bundes fĂŒr die Einzahler des LĂ€nderfinanzausgleichs hĂ€lt Bayern an seiner Klage gegen die geltende Regelung fest. Die im Koalitionsausschuss von Union und SPD erneut untermauerte Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag "ist zwar nicht die Lösung, aber es ist ein gutes Pflaster", betonte der bayerische MinisterprĂ€sident in MĂŒnchen. Auf Nachfrage bestĂ€tigte er der Deutschen Presse-Agentur, dass Bayern an der Klage festhalte.
Die aktuelle Regelung des LĂ€nderfinanzausgleichs sei fĂŒr Bayern weiterhin ein "groĂes Ărgernis". Dass dies vom Bund nun ab nĂ€chstem Jahr im Fall des Freistaates "mit circa 200 Millionen Euro gelindert wird, ist zumindest ein kleiner Ansatz", sagte Söder.
Insgesamt zahlt der Bund jÀhrlich 400 Millionen Euro an GeberlÀnder
Insgesamt sieht die Vereinbarung von Union und SPD jĂ€hrliche Zahlungen des Bundes von 400 Millionen Euro an die GeberlĂ€nder vor. Da Bayern aber mit 9,8 Milliarden Euro mehr als die HĂ€lfte des Finanzausgleichs einzahlt, erhĂ€lt das Land von der Gesamtsumme auch den mit Abstand gröĂten Anteil.
Mit dem LÀnderfinanzausgleich sollen annÀhernd gleiche LebensverhÀltnisse gesichert werden. Finanzstarke BundeslÀnder zahlen ein, finanzschwache LÀnder profitieren. 2024 wurden nach Angaben des Bundesfinanzministeriums so rund 18,65 Milliarden Euro in Deutschland umverteilt. 2023 hatte Bayern seine Klage gegen den Finanzausgleich beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Wann das Gericht eine Entscheidung fÀllt, ist offen.

