China offen fĂŒr Zoll-GesprĂ€che? 'Konkreter' US-Schritt nötig
01.05.2025 - 08:08:57Allerdings dĂŒrfte dies von einem Entgegenkommen Washingtons abhĂ€ngen, wie aus dem Beitrag eines dem chinesischen Staatsfernsehen nahestehenden Internet-Kontos hervorging. "Solange die USA keine konkreten Schritte unternehmen, braucht die chinesische Seite nicht mit der US-amerikanischen Seite zu reden", hieĂ es darin. Wenn Washington verhandeln wolle, hĂ€tte das derzeit keinen Nachteil fĂŒr China, und die chinesische Seite könnte die tatsĂ€chlichen Absichten der USA beobachten, so der Beitrag weiter.
In den vergangenen Tagen hatte US-PrĂ€sident Donald Trump immer wieder gesagt, es gebe GesprĂ€che mit Peking. Das chinesische AuĂenamt dementierte die Behauptung. In dem Beitrag war nun ferner die Rede davon, dass die USA "ĂŒber eine Vielzahl von KanĂ€len", die chinesische Seite in der Hoffnung auf GesprĂ€che ĂŒber Zölle kontaktiert hĂ€tten.
Eskalation seit April
Seit der Eskalation im Handelsstreit zwischen den beiden gröĂten Volkswirtschaften der Welt Anfang April verhĂ€ngte Trump bis zu 145 Prozent Zusatzzölle auf Waren-Importe aus China. Peking verlangt im Gegenzug auf Einfuhren aus den USA AufschlĂ€ge in Höhe von 125 Prozent. Gegen andere Handelspartner legte Trump Zusatzzölle in unterschiedlicher Höhe fĂŒr 90 Tage auf Eis, um mit den LĂ€ndern zu verhandeln.
Das erste Land, das eine Einigung mit den USA erziele, sei eine wichtige Referenz, an der sich andere Staaten orientieren wĂŒrden, hieĂ es in dem Beitrag auf dem chinesischen Konto.
Bericht: China will Klarheit ĂŒber Verhandler
Parallel berichtete die "South China Morning Post" unter Berufung auf informierte Kreise, dass China fĂŒr den Beginn ernsthafter GesprĂ€che abwarten wolle, mit wem es ĂŒberhaupt verhandeln wĂŒrde. Grund sei Uneinigkeit in Trumps-Regierung im Umgang mit China, hieĂ es. AuĂerdem wolle Peking ĂŒber die 90-Tage-Frist sehen, was der US-Markt verkrafte und wie er sich um Juli herum entwickle.

