Immer mehr Neubauten heizen mit WĂ€rmepumpen
12.06.2023 - 08:17:29Von 2021 bis 2022 stieg der Anteil um mehr als sechs Prozentpunkte von 50,6 Prozent auf 57,0 Prozent, im Jahr 2015 hatte der Anteil noch bei 31,4 Prozent gelegen, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Montag mit. WÀrmepumpen kommen vor allem in Ein- und ZweifamilienhÀusern zum Einsatz: In 60,6 Prozent aller 2022 fertiggestellten Ein- und ZweifamilienhÀuser wurde eine WÀrmepumpe eingebaut, deutlich seltener war der Einsatz in MehrfamilienhÀusern (35,8 Prozent), die zu 21,4 Prozent mit FernwÀrme und zu 34,0 Prozent mit Erdgas beheizt werden.
Die anderen erneuerbaren Energien zusammengenommen werden in 4,7 Prozent der neuen WohngebĂ€ude als primĂ€re Heizenergiequelle genutzt. Generell werden in immer mehr neuen WohngebĂ€uden in Deutschland erneuerbare Energien zum Heizen genutzt: Drei Viertel (74,7 Prozent) der im Jahr 2022 fertiggestellten WohngebĂ€ude werden ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt. Damit stieg dieser Anteil gegenĂŒber dem Jahr 2021 (70,7 Prozent) um vier Prozentpunkte, 2015 hatte er noch bei 61,5 Prozent gelegen. Von den neu gebauten EinfamilienhĂ€usern werden 77,0 Prozent ganz oder teilweise mit erneuerbaren EnergietrĂ€gern beheizt, bei ZweifamilienhĂ€usern sind es 80,9 Prozent und bei den HĂ€usern mit drei oder mehr Wohnungen 58,7 Prozent, so das Bundesamt. Als primĂ€re, also ĂŒberwiegend fĂŒr das Heizen eingesetzte Energiequelle werden erneuerbare Energien in mehr als der HĂ€lfte (61,4 Prozent) der 103.525 im Jahr 2022 fertiggestellten WohngebĂ€ude eingesetzt (2015: 38,0 Prozent). Zu den erneuerbaren Energien bei Heizungen zĂ€hlen neben Erd- oder LuftwĂ€rmepumpen (Geothermie oder Umweltthermie) auch Solarthermie, Holz (zum Beispiel Pelletheizungen oder Kaminöfen), Biogas/Biomethan sowie sonstige Biomasse. Zu den konventionellen EnergietrĂ€gern zĂ€hlen Ăl, Gas und Strom. FernwĂ€rme stellt eine weitere Energiequelle dar, die laut Destatis in der Statistik weder zu den erneuerbaren noch zu den konventionellen EnergietrĂ€gern gezĂ€hlt wird. Als zweitwichtigste primĂ€re Energiequelle wurde im Jahr 2022 in 28,0 Prozent der Neubauten Erdgas eingesetzt. Der Anteil von Gasheizungen als primĂ€re Energiequelle nahm in den vergangenen Jahren kontinuierlich ab. 2021 hatte er noch bei 34,4 Prozent und 2015 bei 51,5 Prozent gelegen. PrimĂ€r mit FernwĂ€rme beheizt wurden 8,0 Prozent der neuen WohngebĂ€ude (2015: 7,8 Prozent). Ălheizungen wurden nur noch in 440 neuen WohnhĂ€usern als PrimĂ€rheizung eingesetzt, das waren 0,4 Prozent der Neubauten (2015: 1 195 beziehungsweise 1,1 Prozent), so die Behörde. Wurde in neuen WohngebĂ€uden eine weitere (sekundĂ€re) Energiequelle eingesetzt, waren dies bevorzugt Strom (12,9 Prozent) sowie die erneuerbaren EnergietrĂ€ger Solarthermie (11,9 Prozent) und Holz (11,3 Prozent). Der Trend zum Heizen mit erneuerbaren Energien zeigt sich auch beim Planen neuer WohngebĂ€ude: 83,1 Prozent der 2022 genehmigten rund 110.700 WohngebĂ€ude sollen ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt werden. Als primĂ€re Energiequelle werden erneuerbare EnergietrĂ€ger in gut drei Viertel (75,7 Prozent) der genehmigten WohngebĂ€ude eingesetzt. Meist handelt es sich auch hier um WĂ€rmepumpen: Sie kommen in 71,0 Prozent der genehmigten Neubauten als primĂ€re Heizung zum Einsatz. Erdgas als hĂ€ufigster konventionelle EnergietrĂ€ger spielt mit einem Anteil von 13,9 Prozent auch bei der Planung von WohngebĂ€uden eine zunehmend kleinere Rolle, so die Statistiker.
dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH


