Nato prÀsentiert Trump neue Zahlen zu Verteidigungsausgaben
12.02.2025 - 14:37:29Seit 2014 hĂ€tten die europĂ€ischen Alliierten und Kanada mehr als 700 Milliarden US-Dollar zusĂ€tzlich fĂŒr die Verteidigung bereitgestellt, sagte Rutte in einer Pressekonferenz in BrĂŒssel. Allein vergangenes Jahr beliefen sich demnach die Gesamtinvestitionen der LĂ€nder auf 485 Milliarden Dollar. Dies entspreche einem Anstieg von fast 20 Prozent im Vergleich zu 2023.
"Zwei Drittel der Alliierten geben inzwischen mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung aus", sagte Rutte in Anspielung auf das 2014 gesetzte Nato-Ziel. Und er erwarte, dass noch mehr Alliierte das Ziel im Jahr 2025 erreichen und in vielen FĂ€llen sogar ĂŒbertreffen. Zugleich rĂ€umte Rutte ein, man mĂŒsse noch viel mehr tun, um sicherzustellen, dass die notwendigen Mittel zur Abschreckung und Verteidigung da seien und dass die Lasten fairer verteilt wĂŒrden.
Trump fordert fĂŒnf Prozent
In der Nato gibt es die Hoffnung, dass mit den neuen Zahlen der wieder aufflammende Streit ĂŒber die Lastenteilung im BĂŒndnis etwas entschĂ€rft werden kann. Trump forderte zuletzt mehrfach, dass die Alliierten kĂŒnftig fĂŒnf statt mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts fĂŒr Verteidigung ausgeben sollten. Aus Sicht des Republikaners tun die europĂ€ischen Partner deutlich zu wenig fĂŒr die Verteidigung und verlassen sich zu sehr auf den Schutz der USA.
In seiner ersten Amtszeit von 2017 bis 2021 hatte Trump deswegen sogar mit einem Nato-Austritt gedroht. Mit Spannung wird deswegen nun das erste Nato-Treffen mit dem neuen US-Verteidigungsminister Pete Hegseth an diesem Donnerstag erwartet. Am Mittwoch stand er bereits auf der Teilnehmerliste fĂŒr ein Treffen der internationalen Gruppe, die Waffenhilfen fĂŒr die von Russland angegriffene Ukraine koordiniert.

