Deutlich mehr neue Stellen in den USA - Arbeitslosenquote fÀllt
10.01.2025 - 15:12:13 | dpa.deIm Dezember verstĂ€rkte sich der Aufbau neuer Stellen deutlich, wĂ€hrend die Arbeitslosigkeit ĂŒberraschend zurĂŒckging. Die US-Wirtschaft schuf im Dezember 256.000 Stellen, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Im Vormonat November waren nur revidiert 212.000 Jobs entstanden. Analysten hatten einen RĂŒckgang erwartet und waren im Schnitt nur von 165.000 neuen Jobs ausgegangen.
Der BeschÀftigungsaufbau in den beiden Vormonaten wurde nur leicht nach unten revidiert, um insgesamt 8.000 Stellen. Wie das Arbeitsministerium weiter mitteilte, fiel die Arbeitslosenquote im Dezember um 0,1 Prozentpunkte auf 4,1 Prozent. Hier war ein unverÀnderter Wert von 4,2 Prozent erwartet worden.
Die Lohnentwicklung hat sich im Dezember etwas abgeschwÀcht. Im Monatsvergleich sind diese um 0,3 Prozent gestiegen, nachdem sie im November noch um 0,4 Prozent zugelegt hatten. Auch im Jahresvergleich schwÀchte sich das Lohnwachstum etwas ab, von zuvor 4,0 Prozent auf nur noch 3,9 Prozent.
Die Lohnentwicklung hat Einfluss auf die allgemeine Preisentwicklung. Zuletzt war die Inflationsrate in den USA im Dezember auf 2,9 Prozent gestiegen. Sie liegt damit wieder deutlich ĂŒber dem Ziel der US-Notenbank, die eine Teuerung von zwei Prozent anstrebt.
Die Entwicklung der Arbeitsmarktdaten gilt als mitentscheidend fĂŒr die Geldpolitik in der gröĂten Volkswirtschaft der Welt. Wenn sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt verbessert, wird das an den FinanzmĂ€rkten als Signal gewertet, dass sich die amerikanische Notenbank bei Zinssenkungen zurĂŒckhalten könnte. Zuletzt hatten sich bereits mehrere US-WĂ€hrungshĂŒter fĂŒr eine vorsichtige Vorgehensweise bei den Zinssenkungen ausgesprochen und auf die hartnĂ€ckig hohe Inflation verwiesen. Die nĂ€chste Zinsentscheidung der US-Notenbank steht Ende Januar an.
Am Devisenmarkt reagierte der US-Dollar mit deutlichen Kursgewinnen auf die Arbeitsmarktdaten. Der Euro fiel im Gegenzug auf ein Tagestief bei 1,0215 US-Dollar. An den AnleihenmĂ€rkten legten die Renditen krĂ€ftig zu. Die Rendite fĂŒr 30-jĂ€hrige US-Anleihen stieg bis auf 5 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit November 2023. Die europĂ€ischen AktienmĂ€rkte gerieten unter Druck.
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