Einsatz, US-Waffen

Einsatz von US-Waffen in Russland: Blinken signalisiert FlexibilitÀt

30.05.2024 - 06:24:44

In der Debatte um den Einsatz westlicher Waffen durch die Ukraine gegen militĂ€rische Ziele in Russland hat US-Außenminister Antony Blinken FlexibilitĂ€t angedeutet.

Seit Beginn des Krieges habe die US-Regierung ihre UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine an die sich verĂ€ndernden Bedingungen angepasst, sagte Blinken am Mittwoch wĂ€hrend eines Besuchs im kleinen Nachbarland Moldau. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das auch weiterhin tun werden."

Blinken war bei einer Pressekonferenz mit Moldaus PrĂ€sidentin Maia Sandu in der Hauptstadt Chisinau von einem Journalisten gefragt worden, ob US-PrĂ€sident Joe Biden zu einer Aufhebung der bestehenden EinschrĂ€nkungen bewegt werden könne. Blinken entgegnete, die US-Regierung habe Angriffe mit US-Waffen auf Ziele außerhalb der Ukraine weder ermöglicht noch dazu ermutigt. Die Ukraine mĂŒsse selbst entscheiden, wie sie sich am besten verteidigen könne. "Wir werden dafĂŒr sorgen, dass sie die dafĂŒr notwendige AusrĂŒstung erhĂ€lt."

Wörtlich betonte Blinken, ein Kennzeichen der amerikanischen UnterstĂŒtzung fĂŒr die Ukraine in den mehr als zwei Jahren seit Kriegsbeginn sei es stets gewesen, "sich anzupassen, wenn die Bedingungen sich verĂ€ndern, wenn das Schlachtfeld sich Ă€ndert, wenn Russland sein Handeln verĂ€ndert (...). Wir haben uns ebenfalls daran angepasst und verĂ€ndert, und ich bin zuversichtlich, dass wir das auch weiterhin tun werden."

Frankreichs PrÀsident Emmanuel Macron hatte am Dienstag deutlich gemacht, der Ukraine erlauben zu wollen, militÀrische Stellungen auf russischem Territorium auch mit westlichen Waffen anzugreifen. Zuletzt hatte auch Nato-GeneralsekretÀr Jens Stoltenberg Druck gemacht, bestehende BeschrÀnkungen in dieser Frage aufzuheben.

Die USA stellen der Ukraine ihre Waffen bislang zur VerfĂŒgung, damit diese ihre besetzten Gebiete befreit, aber nicht fĂŒr Angriffe auf Russland selbst. Offiziell geĂ€ndert hat die US-Regierung ihre Position nicht.

"Es gibt keine Änderung unserer Politik: Wir ermutigen weder dazu, noch ermöglichen wir den Einsatz von US-Waffen auf russischem Boden", sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby, am Mittwoch. Er Ă€ußerte sich vor Journalisten, wĂ€hrend Blinken noch in Moldau war. Gleichzeitig betonte auch Kirby, dass die USA ihre UnterstĂŒtzung schon bisher an die sich verĂ€ndernden Bedingungen auf dem Schlachtfeld und die BedĂŒrfnisse der Ukraine angepasst hĂ€tten. Dies werde auch kĂŒnftig der Fall sein.

Die "New York Times" hatte vor einigen Tagen berichtet, Blinken werbe innerhalb der Regierung dafĂŒr, der Ukraine den Einsatz von US-Waffen gegen Ziele innerhalb russischen Gebiets zu ermöglichen. Er wolle PrĂ€sident Biden dazu bewegen, die EinschrĂ€nkungen aufzuheben, hieß es. Das Außenministerium wollte den Bericht damals weder dementieren noch bestĂ€tigen./trö/DP/men

@ dpa.de