HausÀrzte warnen vor Abschaffung der telefonischen Krankschreibung
21.01.2026 - 00:00:00Der Verbandschef warf den Arbeitgebern vor, deren Forderung nach Abschaffung der Telefon-Krankschreibung habe keine belastbare Grundlage. "Es bleibt nur zu hoffen, dass die Politik sich an die Fakten hĂ€lt, statt auf das ArbeitgebermĂ€rchen hereinzufallen", sagte er. Beier stellte klar, dass es fĂŒr die Krankschreibung per Telefon klare Regeln gebe. So mĂŒssten die Patienten in der Praxis persönlich bekannt sein. Die Krankschreibung dĂŒrfe zudem maximal fĂŒnf Tage lang sein.
Probleme sieht Beier nicht bei den kĂŒrzeren Krankschreibungen, zum Beispiel wegen Atemwegserkrankungen, sondern bei lĂ€ngeren AusfĂ€llen. "Diese Pseudo-Debatte lenkt von den wirklichen Problemen ab", mahnte er. Langzeitkrankschreibungen von mehr als sechs Wochen machten zwar nur 3,5 Prozent aller ArbeitsunfĂ€higkeitsfĂ€lle aus, verursachen aber ĂŒber 40 Prozent der Fehlzeiten. "Wer die Fehlzeiten in Deutschland wirklich reduzieren will, muss bei einer effizienten und therapeutisch sinnvollen Wiedereingliederung ansetzen", mahnte er. Dazu mĂŒsse das sogenannte Hamburger Modell zur schrittweisen RĂŒckkehr in den Arbeitsalltag dringend reformiert werden und verbindlich fĂŒr alle Arbeitgeber in Deutschland gelten, fordert der Verbandschef.


