Saisonarbeiter, Landwirtschaft

Immer weniger Saisonarbeiter in der Landwirtschaft

03.04.2025 - 08:36:47

In der deutschen Landwirtschaft sinkt die Zahl der Saisonarbeiter.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mitteilte, waren im Zeitraum von MÀrz 2022 bis Februar 2023 von den bundesweit 875.900 ArbeitskrÀften in der Landwirtschaft 242.800 als SaisonarbeitskrÀfte angestellt. Demnach waren 28 Prozent der ArbeitskrÀfte in der Landwirtschaft saisonal beschÀftigt. Dies geht aus Daten der Agrarstrukturerhebung 2023 zum Start der Spargelsaison hervor.

Binnen zehn Jahren ist der Anteil langsam, aber kontinuierlich gesunken - bei der Agrarstrukturerhebung 2013 hatte er noch bei 31 Prozent gelegen. Im Vergleich zu den ĂŒbrigen ArbeitskrĂ€ften in der Landwirtschaft ist der Frauenanteil unter den SaisonarbeitskrĂ€ften vergleichsweise hoch: Zuletzt waren 44 Prozent der SaisonarbeitskrĂ€fte weiblich. Bei den FamilienarbeitskrĂ€ften und stĂ€ndig BeschĂ€ftigten lag der Anteil bei jeweils 32 Prozent. In Hamburg und Rheinland-Pfalz waren anteilig die meisten SaisonarbeitskrĂ€fte im Einsatz: Dort wurde jeweils knapp die HĂ€lfte (49 Prozent) aller landwirtschaftlichen ArbeitskrĂ€fte saisonal beschĂ€ftigt. Auch in Brandenburg (33 Prozent), Nordrhein-Westfalen (32 Prozent), Niedersachsen (31 Prozent) und Baden-WĂŒrttemberg (31 Prozent) lag der Anteil der SaisonarbeitskrĂ€fte ĂŒber dem Bundesdurchschnitt. Am niedrigsten war deren Anteil im Saarland (neun Prozent) sowie in den Stadtstaaten Bremen (neun Prozent) und Berlin (acht Prozent), so die Statistiker. Die Unterschiede beim Einsatz von SaisonarbeitskrĂ€ften zwischen den BundeslĂ€ndern hĂ€ngen unter anderem mit dem dort verbreiteten Anbau von GemĂŒse und Dauerkulturen zusammen. So ist der hohe Anteil in Rheinland-Pfalz etwa vorwiegend durch den Schwerpunkt im Weinanbau zu erklĂ€ren, wĂ€hrend in Hamburg besonders Äpfel und in Brandenburg Spargel im Fokus stehen. Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr rund 108.100 Tonnen Spargel geerntet. Die Erntemenge ging gegenĂŒber dem Vorjahr um drei Prozent zurĂŒck und blieb damit auf vergleichsweise geringem Niveau. Mit 22.600 Tonnen wurde 2024 der meiste Spargel in Niedersachsen geerntet, gefolgt von Brandenburg (20.200 Tonnen), Bayern (19.400 Tonnen) und Nordrhein-Westfalen (18.500 Tonnen). Zusammen wurden in den vier BundeslĂ€ndern drei Viertel (75 Prozent) der gesamten Spargelernte in Deutschland eingefahren. Eine Ursache fĂŒr die vergleichsweise geringe Spargelernte dĂŒrfte der RĂŒckgang der AnbauflĂ€che sein: Auf 19.800 Hektar ertragsfĂ€higer FlĂ€che wurde vergangenes Jahr Spargel angebaut. Das waren drei Prozent weniger als im Vorjahr und die geringste ertragsfĂ€hige SpargelanbauflĂ€che seit 2013. Trotz des RĂŒckgangs war Spargel auch 2024 das GemĂŒse mit der grĂ¶ĂŸten AnbauflĂ€che in Deutschland vor Speisezwiebeln (17.700 Hektar) und Karotten beziehungsweise Möhren (13.800 Hektar).

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