Nach Heizungsgesetz: GeschÀft mit WÀrmepumpen bricht ein
29.07.2024 - 12:12:23Das teilte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) mit. Demnach seien 90.000 Pumpen verkauft worden, was einem Minus von 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht. Der Verband rechnet bis zum Jahresende mit einem Absatz von maximal 200.000 WĂ€rmepumpen.
Eigentlich sollte das zum Jahresbeginn in Kraft getretene GebĂ€udeenergiegesetz (GEG) das Heizen in Deutschland langfristig klimafreundlicher gestalten und zudem Verbraucher vor PreissprĂŒngen bei Ăl und Gas schĂŒtzen, wenn die CO2-Bepreisung steigt. FĂŒr selbstnutzende EigentĂŒmer gibt es sogar einen Geschwindigkeits-Bonus fĂŒr den frĂŒhzeitigen Austausch alter fossiler Heizungen.
Der HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des BDH, Markus Staudt, geht von mangelnder Planungssicherheit aus: "Wir sehen, dass sich der Markt nach der starken Nachfrage im Jahr 2023 deutlich abgekĂŒhlt hat." Die kommunale WĂ€rmeplanung, die StĂ€dte in den nĂ€chsten Jahren vorlegen mĂŒssen, bringe Unklarheit mit sich. "In dieser unĂŒbersichtlichen Gemengelage schieben die Menschen die Heizungsmodernisierung eher auf."
VerkÀufer sind pessimistisch
Insgesamt verkauften Hersteller 43 Prozent weniger Heizungssysteme im ersten Halbjahr als im selben Zeitraum im Jahr 2023. Darunter fielen nicht nur WĂ€rmepumpen, sondern unter anderem auch Brennwertheizungen oder Pelletheizungen.
Eine Konjunkturumfrage der BDH kommt zu dem vorĂŒbergehendem Ergebnis, dass Hersteller die Marktentwicklung verschiedener Produkte ĂŒberwiegend pessimistisch einschĂ€tzen. Der Verband erhofft sich laut Mitteilung, dass weiter positive Impulse zur WĂ€rmewende, beispielsweise durch eine Ausweitung der Förderung geschaffen werden. Die zentrale Stellschraube zur Marktbelebung bleibe fĂŒr den BDH jedoch, das Vertrauen der Verbraucher in die Heizungsmodernisierung zu stĂ€rken.
Es gebe eine attraktive Förderung, sĂ€mtliche technischen Lösungen seien verfĂŒgbar und das Fachhandwerk habe KapazitĂ€ten. "Das sind gute Bedingungen, um jetzt in die Heizungsmodernisierung zu investieren", gab Staudt bekannt.

