USA, Umweltschutz

EU-Parlament will Rohstoffabkommen mit USA nachbessern

14.07.2023 - 14:22:19 | dts-nachrichtenagentur.de

In der EuropĂ€ischen Union wĂ€chst der Unmut ĂŒber das geplante Rohstoffabkommen mit den USA, das hiesigen Herstellern von Elektroautos Zugang zu den KaufprĂ€mien des Hunderte Milliarden Dollar schweren Inflation Reduction Act (IRA) verschaffen soll.

EU-Parlament in BrĂƒÂŒssel - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur
EU-Parlament in BrĂƒÂŒssel - Foto: ĂŒber dts Nachrichtenagentur

Das berichtet der "Spiegel". Mit dem IRA will US-PrÀsident Joe Biden seine heimische Wirtschaft transformieren.

Dazu schĂŒttet er große Summen fĂŒr grĂŒne Technologien aus, etwa fĂŒr E-Autos. Bislang allerdings vor allem an US-Hersteller - was seit Monaten fĂŒr transatlantischen Streit sorgt. Ein Handelsdeal zwischen der EU und den USA soll das Ă€ndern. Allerdings sind die nun vorliegenden Angebote Washingtons nach Auffassung der BrĂŒsseler Handelsexperten kaum geeignet, die Exportchancen der EuropĂ€er wesentlich zu verbessern. Die US-VorschlĂ€ge sehen etwa vor, dass die begehrte IRA-Steuergutschrift von bis zu 7.500 Dollar pro verkauftem E-Auto den EuropĂ€ern nur zur HĂ€lfte zusteht. Denn die eine HĂ€lfte der PrĂ€mie gibt es dabei dafĂŒr, dass die Batterie eines Wagens grĂ¶ĂŸtenteils in Nordamerika hergestellt wird, die andere, dass dafĂŒr vor allem Rohstoffe verwendet werden, die aus den USA stammen oder aus einem Land, mit dem die USA ein Freihandelsabkommen unterhalten. Nur dieser letzte Teil fiele unter das geplante Rohstoffabkommen. Zudem wollen die Vereinigten Staaten lediglich fĂŒnf Rohstoffe fĂŒr die Herstellung von E-Auto-Batterien in das Abkommen aufnehmen, obwohl der IRA 50 Materialien auflistet - was wiederum Abstriche bei den IRA-Gutschriften bedeutet. Der Handelsausschuss des EU-Parlaments will deshalb nĂ€chste Woche in einer Resolution Nachforderungen stellen. Das geht aus einem Entwurf hervor, ĂŒber den der "Spiegel" berichtet. Das Abkommen mĂŒsse "sĂ€mtliche Materialien" umfassen, "die im IRA gelistet sind", heißt es darin. Zudem mĂŒsse sich der Vertrag "auch auf recyclte Rohstoffe beziehen". Man werde "ein fertiges Abkommen nur akzeptieren, wenn die unzureichenden Punkte deutlich verbessert werden", sagte Bernd Lange (SPD), der Vorsitzende des Gremiums. Zudem will man sich die Möglichkeit offenhalten, gegen die Diskriminierung vor der Welthandelsorganisation zu klagen. Japan und die USA haben ein Ă€hnliches Abkommen bereits abgeschlossen.

dts Deutsche Textservice Nachrichtenagentur GmbH

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