KORREKTUR / Bundesagentur: Immer mehr Ăltere bleiben im Job
02.10.2024 - 18:19:59Die Angaben zu der Altersgruppe von 65 bis 69 Jahren waren missverstÀndlich.)
NĂRNBERG (dpa-AFX) - In Deutschland bleiben immer mehr Ă€ltere Arbeitnehmer lĂ€nger erwerbstĂ€tig. Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten zwischen 55 Jahren und dem jeweiligen Rentenalter habe sich im Zeitraum von Dezember 2000 bis Dezember 2023 auf knapp acht Millionen fast verdreifacht, teilte die Bundesagentur fĂŒr Arbeit in NĂŒrnberg mit. Das sei die höchste Zahl seit ĂŒber 20 Jahren. Im Dezember 2013 waren es noch 4,8 Millionen, im Dezember 2003 etwa 2,6 Millionen.
Die BeschĂ€ftigungsquote der Ălteren sei damit in den vergangenen zehn Jahren um 14 Punkte auf 59 Prozent geklettert. Bei der Gesamtbevölkerung im erwerbsfĂ€higen Alter sei die BeschĂ€ftigungsquote im gleichen Zeitraum dagegen nur um 7 Prozentpunkte auf 63 Prozent gestiegen.
Deutschland liegt damit nach einer IAB-Studie klar ĂŒber dem Durchschnitt der OECD-LĂ€nder und innerhalb der EU-LĂ€nder auf Rang zwei hinter Schweden, was die Erwerbsbeteiligung Ălterer zwischen 55 und 64 Jahren betrifft. Bei der Erwerbsbeteiligung ĂŒber 65 Jahren liegt Deutschland allerdings nur im hinteren Drittel und klar unter dem OECD-Durchschnitt.
GrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung gibt es mehrere: Einerseits wird die Gesamtbevölkerung Ă€lter, und das Renteneintrittsalter wurde nach oben verschoben. Andererseits seien Ăltere aus den "Babyboomer"-JahrgĂ€ngen der 1960er Jahren inzwischen auch eher geneigt, lĂ€nger zu arbeiten, heiĂt es. Trotzdem sei es fĂŒr Menschen ĂŒber 55 noch immer schwer, einen Job zu finden, wenn sie erst einmal arbeitslos geworden sind. Wer etwa mit 63 oder 64 Jahren arbeitslos wird, hat als Mann nur eine 9-Prozent-Chance, binnen zwei Jahren wieder eine Arbeit aufzunehmen. FĂŒr Frauen sind die Chancen noch schlechter.
"Zur FachkrĂ€ftesicherung brauchen wir jeden klugen Kopf und jede fĂ€hige Hand. Deswegen ist es trotz der guten BeschĂ€ftigungsquote wichtig, dass Unternehmen auch den Ălteren auf dem Arbeitsmarkt gute Chancen einrĂ€umen", sagte die Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur, Andrea Nahles. Ăltere brĂ€chten oft wertvolle Kompetenzen und viel Erfahrung mit.

