Insolvenzen, Deutschland

Insolvenzen in Deutschland steigen zu Jahresbeginn krÀftig

14.02.2025 - 08:48:39

In der Wirtschaftskrise steigt die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland erneut krÀftig.

FĂŒr Januar verzeichnet das Statistische Bundesamt 14,1 Prozent mehr angemeldete Insolvenzverfahren als im Vorjahreszeitraum.

Die Verfahren fließen erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik ein, wie die Behörde betont. Der tatsĂ€chliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liege oft annĂ€hernd drei Monate davor.

Anstieg um knapp ein FĂŒnftel im November

Im November, fĂŒr den endgĂŒltige Daten vorliegen, schnellten die Zahlen hoch: Demnach meldeten die Amtsgerichte 1.787 beantragte Firmeninsolvenzen - gut 18 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Forderungen der GlĂ€ubiger lagen bei rund 2,8 Milliarden Euro, nach etwa 1,5 Milliarden Euro im Vorjahresmonat.

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im November 5,2 Firmeninsolvenzen, die meisten in den Branchen Verkehr und Lagerei, Bau sowie Gastgewerbe. Die Zahl der Verbraucherpleiten stieg anders als die der Unternehmensinsolvenzen nur leicht: um 2,8 Prozent auf 5.971.

Insolvenzwelle dĂŒrfte 2025 anschwellen

Der Wirtschaftsauskunftei Creditreform zufolge gab es 2024 rund 22.400 Unternehmensinsolvenzen in Deutschland, der höchste Wert seit 2015. In diesem Jahr könnten die Zahlen demnach den Höchststand des Krisenjahres 2009 in der globalen Finanzkrise mit mehr als 32.000 FÀllen erreichen.

Die Liste der Probleme fĂŒr Unternehmen ist lang: teure Energie, viel BĂŒrokratie, politische Unsicherheit, KonsumzurĂŒckhaltung bei Verbrauchern. Zudem sind Ausnahmeregeln ausgelaufen, mit denen der Staat versucht hatte, eine Pleitewelle in der Corona-Pandemie zu verhindern.

@ dpa.de