Brandenburg, Deutschland

Tesla-Werksleiter sieht fĂŒr GrĂŒnheide «positiven Trend»

14.09.2025 - 06:00:49

In Deutschland ging der Absatz von Tesla-Fahrzeugen zuletzt weiter zurĂŒck. Der Werkschef der Gigafactory in GrĂŒnheide zeigt sich zuversichtlich fĂŒr die Fabrik und verweist auf mehr als 30 MĂ€rkte.

Der US-Elektroautobauer Tesla sieht nach eigenen Angaben trotz teils schwieriger Marktbedingungen «sehr gute Signale» fĂŒr den Standort in GrĂŒnheide. «Wir haben eine sehr gute aktuelle Absatzlage und haben deswegen auch die Produktionsplanung fĂŒr das dritte und auch vierte Quartal noch mal nach oben korrigiert», sagte Werksleiter AndrĂ© Thierig der Deutschen Presse-Agentur.

«(Wir) schauen uns das an, wie der Markt sich entwickelt und sehen da weiterhin auch positive Signale fĂŒr alle MĂ€rkte, die wir beliefern», sagte der Werksleiter der Tesla Gigafactory Berlin-Brandenburg. «Das geht natĂŒrlich weit ĂŒber Deutschland hinaus. Wir beliefern in deutlich mehr als 30 MĂ€rkte, und sehen da definitiv einen positiven Trend.»

AbsatzrĂŒckgang in Deutschland

Der deutsche Markt bleibt schwierig fĂŒr den Autobauer. WĂ€hrend im August deutlich mehr Elektrofahrzeuge in Deutschland im Vergleich zum Vorjahresmonat zugelassen wurden, ging der Absatz von Tesla-Fahrzeugen laut Kraftfahrtbundesamt zurĂŒck. Rund 1.400 Tesla-Fahrzeuge wurden neu zugelassen, fast 40 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Zudem fasst die chinesische Konkurrenz mit Elektromodellen in Deutschland zunehmend Fuß.

Der Absatz von Elektro-Pkw war wegen weggefallener Förderungen im vergangenen Jahr eingebrochen. Die Koalition aus Union und SPD im Bund hatte vereinbart, die E-MobilitĂ€t mit Kaufanreizen zu fördern. Klar ist bisher: Der Kauf eines reinen Elektroautos soll fĂŒr Unternehmen steuerlich attraktiver werden.

Werkschef will klares Signal fĂŒr E-Förderung

Nun lĂ€uft eine Debatte ĂŒber ein Ende des geplanten EU-Verbrennerverbots ab 2035. Der Tesla-Werkschef warnt die Bundesregierung vor einer solchen Diskussion und sieht eine Gefahr fĂŒr die E-Autoindustrie in Ostdeutschland. Thierig fordert ein klares Signal zur Förderung der Elektroautos.

Seit MĂ€rz 2022 werden in der Fabrik in GrĂŒnheide bei Berlin offiziell Elektroautos hergestellt. Dort arbeiten nach Unternehmensangaben rund 11.000 BeschĂ€ftigte. UmweltschĂŒtzer haben große Bedenken, weil ein Teil der Fabrik im Wasserschutzgebiet liegt. Ein geplanter Ausbau des Werks auf dem bestehenden GelĂ€nde mit Bau neuer GebĂ€ude ist wegen der Marktlage vorerst auf Eis, geplant ist auch eine Erweiterung mit GĂŒterbahnhof.

@ dpa.de

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