Vergleichsweise wenig Start-ups in der deutschen Autobranche
23.11.2023 - 07:13:50In Deutschland gibt es in der Automobil-Industrie nur vergleichsweise wenige erfolgreiche Start-ups. Das geht aus einer Studie des Startup-Verbandes im Auftrag des Transformationsnetzwerks neu/wagen hervor, die veröffentlicht wurde. In Deutschland erwirtschaftet die Auto-Industrie der Studie zufolge 3,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes.
Dieser Anteil liege deutlich ĂŒber dem Wert von 0,6 Prozent in den USA. Doch trotz der hohen Bedeutung fĂŒr die deutsche Volkswirtschaft werde in diesem Bereich in den USA pro Kopf das Dreifache in Start-ups investiert, was auf eine stĂ€rkere Fokussierung auf Innovation im Vergleich zur Produktion hindeute. Stark vertreten seien auch asiatische LĂ€nder wie China und Indien.
Gefahr, dass Deutschland den Anschluss verliert
Nach EinschĂ€tzung des Verbandes besteht die Gefahr, dass Deutschland in diesem Innovationsfeld den Anschluss verliert: So konzentrierten sich die gröĂten Investitionen («Exits») die vergangenen Jahre auf die Start-up-Ăkosysteme in den USA und Asien. Unter den aktuell fĂŒnf bestfinanzierten Mobility-Start-ups ist demnach mit Northvolt aus Schweden nur ein europĂ€isches Unternehmen vertreten.
Unter den jungen Unternehmen der Branche macht der Studie zufolge der hardwarebasierte Bereich nur etwa 11 Prozent des Sektors aus - fast jedes fĂŒnfte Start-up ist demnach im Bereich Automotive-Software angesiedelt.
AuffÀllig ist, dass sich in Deutschland die Mobility-Start-ups an bekannten Automotive-Standorten konzentrieren, beispielsweise in der Region Hannover/Hildesheim. Dort sind unter anderem der Volkswagen-Konzern und Continental aktiv. Besonders vielversprechend erwiesen sich dabei Kooperationen mit etablierten Unternehmen, die als eine bedeutende StÀrke ausgebaut werden können, betonte der Startup-Verband.


