Bundesbank: Deutsche Wirtschaft bleibt in 'schwierigem Fahrwasser'
19.09.2024 - 12:05:13"Die deutsche Wirtschaft befindet sich weiter in schwierigem Fahrwasser", heiĂ es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht der Zentralbank. Die Experten der Bundesbank weisen auf eine "erhöhte wirtschaftspolitische Unsicherheit" hin. Diese bremse die Investitionen der Unternehmen. "Eine Rezession im Sinne eines deutlichen, breit angelegten und lĂ€nger anhaltenden RĂŒckgangs der Wirtschaftsleistung ist derzeit aber nicht zu erwarten", heiĂt es weiter.
Gestiegene Finanzierungskosten bremsten unter anderem die GeschĂ€fte in der Bauwirtschaft. Die Bundesbank stellt zudem fest, dass trotz höherer Löhne der private Konsum nicht in Schwung kommt. Zudem beginnt sich auch die Lage auf dem Arbeitsmarkt zu verschlechtern. "Die ausbleibenden konjunkturellen Impulse beeintrĂ€chtigen nach und nach die Arbeitsmarktentwicklung", heiĂt es. Zwar sei die Zahl der BeschĂ€ftigten in Deutschland weiter hoch, allerdings haben sich die Zunahme zuletzt abgeschwĂ€cht.
Immerhin erkannten die Experten der Bundesbank bei den NeuauftrĂ€gen aus dem Ausland eine leichte Erholung. Diese reiche aber nicht aus, um den Auftragsmangel in der Industrie insgesamt zu mildern. Zuletzt hatten sich Stimmungsindikatoren fĂŒr die deutsche Wirtschaft wie das Ifo-GeschĂ€ftsklima eingetrĂŒbt. Die Konjunkturindikatoren zeigten, dass vor allem die Lage in der Industrie angespannt bleibt.
Im dritte Quartal dĂŒrfte die deutsche Wirtschaft nach EinschĂ€tzung der Bundesbank mehr oder weniger auf der Stelle treten. In den Monaten Juli bis September könnte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) "stagnieren oder erneut etwas zurĂŒckgehen", wie es im Monatsbericht heiĂt. /jkr/jsl/jha/

