Internationale Analyse: Demokratien verlieren an Boden
18.03.2024 - 11:58:15"Weltweit verliert die Demokratie weiter an Boden", heiĂt es in dem seit zwei Dekaden nun zum zehnten Mal in 137 Staaten erhobenen "Transformationsindex 2024". Am Montag wollte die Stiftung mit Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und mehreren Experten in Berlin ĂŒber den schweren Stand der Demokratien diskutieren.
Die ausgewerteten LĂ€ndergutachten und Daten belegen demnach, dass besonders politische Beteiligungsrechte - freie Wahlen, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit oder auch Meinungs- und Pressefreiheit - in immer mehr Staaten eingeschrĂ€nkt werden. "Auch die Gewaltenteilung wird zunehmend ausgehebelt und der Raum fĂŒr zivilgesellschaftliche Mitwirkung schrumpft."
In den autokratischen LĂ€ndern lasse eine autoritĂ€re FĂŒhrung politische Beteiligung nur sehr begrenzt oder gar nicht zu. Unter den 74 Autokratien werden 49 Staaten als "Hardliner-Autokratien" eingestuft, zu denen auch das gegen die Ukraine einen Angriffskrieg fĂŒhrende Russland gehört. Dort hatte sich Kremlchef Wladimir Putin am Sonntag nach einer als Farce kritisierten PrĂ€sidentenwahl - Oppositionskandidaten waren nicht zugelassen, Beobachter sprachen von Repression und Betrug - erneut zum Sieger erklĂ€rt.
Die gesamte internationale Studie der Stiftung sollte am Dienstag veröffentlicht werden.

