Deutschland, Energie

Millionen Menschen haben zu wenig Geld zum Heizen

16.10.2025 - 08:39:24 | dpa.de

In Europa sagt fast jeder zehnte Bürger von sich, sein Geld reiche nicht fürs Heizen. Wie sieht es in Deutschland aus?

Jeder 16. hat nach eigener Einschätzung nicht genug Geld fürs Heizen. - Foto: Hendrik Schmidt/dpa

5,3 Millionen Menschen in Deutschland haben im vergangenen Jahr nach eigener Einschätzung nicht genug Geld gehabt, um ihre Wohnung angemessen zu heizen. Damit ist der Anteil auf 6,3 Prozent der Bevölkerung zurückgegangen, wie das Statistische Bundesamt auf der Grundlage des Mikrozensus berichtet. 2023 hatte der Anteil noch 8,2 Prozent betragen.

Deutschland liegt damit unter dem EU-Schnitt, wo im vergangenen Jahr 9,2 Prozent von finanziellen Problemen beim Heizen berichteten. Am häufigsten war das in Griechenland und Bulgarien mit jeweils 19,0 Prozent der Fall. Deutlich geringere Anteile gab es in Finnland (2,7 Prozent) sowie in Slowenien und Polen (je 3,3 Prozent).

Energiepreise stark gestiegen

Hintergrund sind die seit 2020 auch wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine stark gestiegenen Preise für Energie. Sie legten in diesem Zeitraum um 50,3 Prozent zu und stiegen damit deutlich schneller als die allgemeinen Verbraucherpreise (+19,3 Prozent). 

Zuletzt mussten Verbraucher aber für Energie etwas weniger zahlen als ein Jahr zuvor. Haushaltsenergie war im September in Deutschland durchschnittlich 1,9 Prozent günstiger als im gleichen Vorjahresmonat, so das Bundesamt.

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - trading-notes lesen ist besser!

Wirtschaftsnachrichten lesen ist gut - <b>trading-notes</b> lesen ist besser!
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Anlage-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt abonnieren.
Für. Immer. Kostenlos.
wirtschaft | 68275586 |

Weitere Meldungen

DIW-Expertin: Schwerste fossile Energiekrise unserer Zeit. Warum laut Energieexpertin Kemfert nur der Ausstieg aus fossilen Energien langfristig schützt. In die Höhe schnellende Öl- und Gaspreise infolge des Iran-Kriegs belasten die Weltwirtschaft. (Wirtschaft, 07.04.2026 - 17:31) weiterlesen...

Dieselpreis erreicht weiteren Rekord. Ölkonzerne nutzen seit der Spritpreisregel die Mittagszeit für Aufschläge. Nach Ansicht des ADAC gibt es aber Spielräume. Keine Entspannung in Sicht: Diesel war am Ostersonntag so teuer wie nie zuvor. (Politik, 06.04.2026 - 13:39) weiterlesen...

Spritpreise steigen weiter: Diesel erreicht neues Rekordhoch. Ein Rekord jagt den nächsten – wie sich die Preise entwickelt haben. Trotz Maßnahmen der Bundesregierung gegen den Anstieg der Spritpreise ist Diesel in Deutschland so teuer wie nie. (Wirtschaft, 05.04.2026 - 13:12) weiterlesen...

Solarbranche: Ausbau erneuerbarer Energien ist Bürgerwille. Aus Branchensicht agiert sie damit auch gegen die große Mehrheit der Bundesbürger. Wirtschaftsministerin Reiche bringt mit Reformplänen die Erneuerbare-Energien-Branche gegen sich auf. (Wirtschaft, 05.04.2026 - 01:30) weiterlesen...

Diesel-Preis knackt an Karfreitag erneut Rekord. Und das, obwohl seit Mittwoch eine neue Preisregel gilt. Aus Sicht des ADAC ist sie eher kontraproduktiv. Zum Start ins lange Osterwochenende lag der Diesel-Preis im Durchschnitt so hoch wie noch nie. (Wirtschaft, 04.04.2026 - 13:41) weiterlesen...

Klingbeil drängt Brüssel zu Übergewinnsteuer für Ölkonzerne. Wer vom Krieg profitiere, solle einen Beitrag leisten, heißt es darin. Gemeinsam mit Österreich, Italien, Portugal und Spanien wendet sich der Bundesfinanzminister in einem Brief an die EU-Kommission. (Wirtschaft, 04.04.2026 - 11:16) weiterlesen...