BASF-Chef, Wachstumstreiber

BASF-Chef: Wachstumstreiber fĂŒr Chemie ist und bleibt Asien

02.05.2025 - 12:28:22 | dpa.de

In Europa und Nordamerika erwartet der Chemieriese nur schwaches Wachstum fĂŒr die Branche. In diesen MĂ€rkten geht es darum, die KapazitĂ€ten auszulasten. Das betrifft gerade den Standort Ludwigshafen.

  • BASF-Finanzchef Dirk Elvermann ordnet die Zahlen zum ersten Quartal ein. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
    BASF-Finanzchef Dirk Elvermann ordnet die Zahlen zum ersten Quartal ein. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
  • Die Hauptversammlung des Chemieriesen findet virtuell statt. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
    Die Hauptversammlung des Chemieriesen findet virtuell statt. (Archivbild) - Foto: Uwe Anspach/dpa
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Asien ist fĂŒr den weltgrĂ¶ĂŸten Chemiekonzern BASF der Markt der Zukunft. «Wachstumstreiber fĂŒr die Chemie ist und bleibt Asien», sagte Vorstandschef Markus Kamieth bei der virtuellen Hauptversammlung des Dax-Konzerns. Der Fokus liege vor allem auf China: «Wir wollen in China weiter mit dem Markt wachsen. Unser neuer Verbundstandort in Zhanjiang ist hierfĂŒr die Basis.»

BASF investiert in der sĂŒdchinesischen Provinz Guangdong Milliardensummen in Zhanjiang. Kritiker warnen jedoch seit geraumer Zeit, der Chemiekonzern mache sich damit nach teuren Abschreibungen in Russland erneut abhĂ€ngig von einem autokratischen Regime.

Neben China nehme der Chemiekonzern Indien, Indonesien, Malaysia, Singapur, Thailand und Vietnam stĂ€rker in den Blick, sagte Kamieth. «Diese sieben LĂ€nder stehen bis 2035 fĂŒr rund 80 Prozent des weltweiten Chemiewachstums.» In Europa und Nordamerika erwarte das Unternehmen dagegen nur schwaches bis moderates Wachstum fĂŒr die chemische Industrie. In diesen MĂ€rkten fokussiere sich BASF darauf, die bestehenden KapazitĂ€ten auszulasten. 

«BASF ist vorbereitet» auf Verunsicherung durch US-Zollpolitik

Bei dem Chemieriesen laufen derzeit milliardenschwere Sparprogramme. Vor allem der Stammsitz des Unternehmens in Ludwigshafen soll profitabler und wettbewerbsfĂ€higer werden. Der Vorstandsvorsitzende versicherte bei dem AktionĂ€rstreffen, dass der Standort eine starke SĂ€ule bleibe und ein fĂŒhrender sowie nachhaltiger Standort im Konzern werden soll. Die Sparprogramme wĂŒrden entschlossen umgesetzt und kĂ€men gut voran.

Die US-Zollpolitik sorge fĂŒr Verunsicherung in der Industrie und in den MĂ€rkten, sagte Kamieth, der vor einem Jahr das Ruder bei dem Ludwigshafener Dax-Konzern ĂŒbernommen hat. «Aber BASF ist vorbereitet.» Der Konzern sei in allen wichtigen Regionen aktiv und produziere vor Ort fĂŒr die lokalen MĂ€rkte. «Das ist schon immer ein Vorteil fĂŒr BASF. Insbesondere jedoch in diesen Zeiten.»

BASF produziert in den USA fĂŒr die USA

«Mehr als 80 Prozent unseres Umsatzes in den USA erzielen wir mit Produkten, die wir dort herstellen», berichtete der Vorstandsvorsitzende. In Asien sei der Anteil Àhnlich hoch - in Europa sogar noch höher. Dennoch seien die Auswirkungen der US-Zollpolitik auf die Nachfrage und weltweiten Handelsströme derzeit nur schwer abzuschÀtzen. 

Zum Start ins laufende Jahr musste BASF RĂŒckgĂ€nge bei Umsatz und Gewinn verbuchen. Die Erlöse nahmen im ersten Quartal leicht um 0,9 Prozent auf 17,4 Milliarden Euro ab. Der um Sonderposten bereinigte operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (bereinigtes Ebitda) verringerte sich nach Angaben von Finanzvorstand Dirk Elvermann um 3,2 Prozent auf 2,6 Milliarden Euro. 

Erstes Quartal schwÀcher - Ausblick unverÀndert

Unter dem Strich fiel ein Gewinn von 808 Millionen Euro an, nach knapp 1,4 Milliarden ein Jahr zuvor. Die Ziele fĂŒr 2025 bestĂ€tigte das Management: Beim Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie SondereinflĂŒssen wird ein Wert von 8,0 Milliarden bis 8,4 Milliarden Euro angestrebt. Eine Prognose zum Umsatz und Gewinn nach Steuern legte das BASF-Management nicht vor.

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