Bedeutung auslÀndischer BeschÀftigter steigt
27.01.2026 - 04:10:05AuslĂ€ndische Staatsangehörige haben in den vergangenen Jahren eine wachsende Rolle bei der BeschĂ€ftigung in Deutschland gespielt. Zuletzt wurde BeschĂ€ftigungswachstum laut Bundesagentur fĂŒr Arbeit (BA) nur noch durch AuslĂ€nderinnen und AuslĂ€nder getragen, wie die BA in einer Zusammenstellung anlĂ€sslich einer Konferenz «Migration und Arbeit» heute in Berlin betont. Sie liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.Â
WĂ€hrend es immer weniger BeschĂ€ftigte mit deutscher Staatsangehörigkeit gebe, wĂŒchsen die Anteile bei Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern mit auslĂ€ndischem Pass, so die BA.Â
Bei der BeschĂ€ftigung hatte es seit 2021 einen positiven Trend gegeben. 2025 waren laut einer SchĂ€tzung des Statistischen Bundesamtes rund 46,0 Millionen Menschen erwerbstĂ€tig. Das waren 5.000 Personen weniger als im Jahr zuvor. Zuletzt hatte es im Corona-Jahr 2020 einen RĂŒckgang gegeben.
Anteil der AuslĂ€nder wĂ€chstÂ
Laut Bundesagentur hatte im Jahr 2015 knapp jeder zehnte BeschĂ€ftigte eine andere als die deutsche Staatsangehörigkeit. Aktuell liege der Anteil bei 17 Prozent, also mittlerweile jeder sechste BeschĂ€ftigte. Dabei verschieben sich die Herkunftsregionen, wie die Behörde feststellt.Â
Ăber viele Jahre hĂ€tten vor allem BeschĂ€ftigte aus der EU zum BeschĂ€ftigungsplus beigetragen. Seit 2024 aber sinken die Zahlen demnach: Ăbten 2023 noch 2,57 Millionen Arbeitnehmende aus der EU eine BeschĂ€ftigung in Deutschland aus, lag die Zahl zuletzt 30.000 darunter. Im selben Zeitraum stieg die Zahl der BeschĂ€ftigten aus Drittstaaten laut der Bundesagentur von 2,74 Millionen auf 3,29 Millionen an. Die GrĂŒnde fĂŒr die Menschen sind dabei Erwerbsmigration oder Flucht und Vertreibung.
Weniger Deutsche - mehr AuslÀnder
Mittlerweile sind laut BA 1,2 Millionen Menschen aus den acht AsylherkunftslĂ€ndern und mit ukrainischer Staatsangehörigkeit hierzulande beschĂ€ftigt, gut eine Million in sozialversicherungspflichtiger BeschĂ€ftigung.Â
Die Zahl der sozialversicherungspflichtig BeschĂ€ftigten mit deutscher Staatsangehörigkeit sinkt seit 2023, vor allem wegen des Ălterwerdens der Gesellschaft. Gingen 2022 laut BA noch 29,5 Millionen Deutsche einer BeschĂ€ftigung nach, sank die Zahl vergangenes Jahr auf 29,0 Millionen.
In der Konferenz, auf der auch Bundesarbeitsministerin BĂ€rbel Bas (SPD) spricht, beraten die BA-VorstĂ€nde Vanessa Ahuja und Daniel Terzenbach mit Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Behörden, Unternehmen und Wissenschaft die Arbeitsintegration von GeflĂŒchteten. Es geht auch um politische Initiativen wie den «Job-Motor», mit dem Ex-Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) FlĂŒchtlinge unter anderem aus der Ukraine verstĂ€rkt in Jobs bringen wollte, oder um die «Work-and-Stay-Agentur», die zur zentralen Anlaufstelle fĂŒr FormalitĂ€ten fĂŒr auslĂ€ndische FachkrĂ€fte werden soll.
«Weniger Zuwanderung - weniger Wohlstand»
Die Bundesagentur fordert «klare Akzente» bei der Arbeitsmarktintegration GeflĂŒchteter und der Erwerbsmigration aus Drittstaaten. So sprach sich Vanessa Ahuja vom BA-Vorstand etwa fĂŒr verbesserte Rahmenbedingungen aus, damit auch qualifizierte FachkrĂ€fte im Land bleiben. «Wer nach Deutschland kommt, will hier arbeiten â aber auch sicher leben und dazugehören», sagte Ahuja der dpa.
Ihr Vorstandskollege Daniel Terzenbach unterstrich: «Zuwanderung ist eine notwendige Voraussetzung fĂŒr die wirtschaftliche LeistungsfĂ€higkeit und die soziale StabilitĂ€t unseres Landes.» Keine Zuwanderung bedeute weniger Wohlstand. «Vor dieser RealitĂ€t kann man nicht weglaufen.»







