Indien, Japan

Indien und Japan wollen verstÀrkt kooperieren

29.08.2025 - 13:38:18 | dpa.de

Indien und Japan wollen vor dem Hintergrund der protektionistischen Wirtschaftspolitik der US-Regierung unter PrĂ€sident Donald Trump kĂŒnftig stĂ€rker zusammenarbeiten.

Darauf verstĂ€ndigte sich der indische MinisterprĂ€sident Narendra Modi mit seinem japanischen Amtskollegen Shigeru Ishiba in Tokio. So plant Japan, die Privatinvestitionen in Indien in den nĂ€chsten zehn Jahren auf 10 Billionen Yen (58 Milliarden Euro) zu verdoppeln. Wenige Tage vor Modis Besuch in Japan waren neue Zölle der US-Regierung auf Importe aus Indien wegen dessen ÖlgeschĂ€ften mit Russland in Kraft getreten. Damit verdoppelt sich der fĂŒr Indien verhĂ€ngte Zollsatz der USA auf 50 Prozent.

VerstÀrkte Kooperation auch im Sicherheitsbereich

Japan wiederum misst seinen Beziehungen zu Indien, das mit mehr als 1,4 Milliarden Einwohnern die weltweit grĂ¶ĂŸte Bevölkerung hat und dessen schnell wachsende Wirtschaft in naher Zukunft hinter den USA und China zur drittgrĂ¶ĂŸten der Welt aufsteigen dĂŒrfte, große Bedeutung bei. Japan sei eine Technologiemacht und Indien ein Powerhouse der Talente, sagte Modi auf einem Wirtschaftsforum in Tokio vor seinem Treffen mit Ishiba, bei dem beide eine Reihe von Kooperationsabkommen unterzeichneten. So wollen sie auch die Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich in den nĂ€chsten zehn Jahren ausbauen.

Indien und Japan gehören zusammen mit den USA und Australien zur sogenannten Quad-Gruppe. Die Gruppe will angesichts von Chinas Machtstreben einen freien und offenen Indopazifik gewĂ€hrleisten. Mit Indopazifik ist grob gesagt eine Region vom Indischen bis zum nördlichen Pazifischen Ozean gemeint, die den Großteil Asiens umfasst und bis zur WestkĂŒste der USA reicht. Modi besucht nach Japan am Wochenende China.

de | wirtschaft | 68154971 |