Inflation Deutschland, Energiepreise

Inflation in Deutschland steigt im September auf 3,3 Prozent

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 08:27 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die Verbraucherpreise legten im September binnen Jahresfrist um 3,3 Prozent zu. Besonders stark verteuerten sich Kraftstoffe und Heizöl, während Strom und Erdgas günstiger wurden.

  • Seit Monaten sind hohe Preise für Benzin und Diesel eine Belastung für viele Verbraucher in Deutschland. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
    Seit Monaten sind hohe Preise für Benzin und Diesel eine Belastung für viele Verbraucher in Deutschland. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
  • Der Tankrabatt soll Autofahrer angesichts hoher Spritpreise vorübergehend entlasten. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
    Der Tankrabatt soll Autofahrer angesichts hoher Spritpreise vorübergehend entlasten. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa
  • Die Preise für Nahrungsmittel steigen seit Monaten nur moderat. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
    Die Preise für Nahrungsmittel steigen seit Monaten nur moderat. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa
Seit Monaten sind hohe Preise für Benzin und Diesel eine Belastung für viele Verbraucher in Deutschland. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa Der Tankrabatt soll Autofahrer angesichts hoher Spritpreise vorübergehend entlasten. (Archivbild) - Bild: Sina Schuldt/dpa Die Preise für Nahrungsmittel steigen seit Monaten nur moderat. (Archivbild) - Bild: Jan Woitas/dpa

Energiepreise verteuern Tanken und Heizen

  • Das Statistische Bundesamt bestätigte für September eine Inflationsrate von 3,3 Prozent.
  • Die Preise für Kraftstoffe und Haushaltsenergie lagen 14,9 Prozent über dem Vorjahresmonat.
  • Sprit verteuerte sich binnen Jahresfrist um 37,1 Prozent, leichtes Heizöl um fast 75 Prozent.

Die Inflationsrate in Deutschland ist im September wegen deutlich höherer Energiepreise auf 3,3 Prozent gestiegen.

Höchster Wert seit Dezember 2023

Das Statistische Bundesamt bestätigte damit vorläufige Daten. Höher hatte die Teuerungsrate zuletzt im Dezember 2023 gelegen, als sie 3,7 Prozent betrug.

Im August hatte die Inflation 2,9 Prozent erreicht. Binnen eines Monats stiegen die Verbraucherpreise im September um 0,6 Prozent.

Energie wird deutlich teurer

Für Kraftstoffe und Haushaltsenergie mussten Verbraucher im September 14,9 Prozent mehr bezahlen als ein Jahr zuvor. Die Energie-Teuerung nahm damit den dritten Monat in Folge zu und erreichte den höchsten Stand seit Februar 2023.

Besonders stark stiegen die Preise für leichtes Heizöl mit fast 75 Prozent. Brennholz, Holzpellets und andere feste Brennstoffe verteuerten sich um 15,6 Prozent.

Strom und Erdgas verbilligen sich

Strom wurde dagegen um 5,5 Prozent günstiger, Erdgas ohne Betriebskosten um 2,8 Prozent und Fernwärme um 1,0 Prozent.

Die Präsidentin des Statistischen Bundesamtes, Ruth Brand, erklärte, besonders deutlich zeige sich die Teuerung bei Mineralölprodukten an Tankstellen und beim Heizöl.

Nahrungsmittel kaum teurer

Die Preise für Nahrungsmittel stiegen im September im Schnitt um 0,4 Prozent. Eier kosteten 15,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, frisches Gemüse 12 Prozent mehr.

Speisefette und Speiseöle wurden dagegen um 15 Prozent günstiger. Butter verbilligte sich um 29,5 Prozent, frisches Obst um 4,9 Prozent.

Tankrabatt soll Autofahrer entlasten

Der neue Tankrabatt soll die hohen Spritkosten vorübergehend senken. Die Entwicklung der Energiepreise bleibt zugleich der zentrale Faktor für die weitere Inflationsentwicklung.

Energiepreise treiben die Teuerung

Die September-Zahl markiert eine deutliche Rückkehr des Inflationsdrucks über die Drei-Prozent-Marke. Entscheidend ist dabei nicht eine breit angelegte Beschleunigung aller Preise, sondern vor allem der starke Anstieg bei Kraftstoffen und Haushaltsenergie. Dass sich Nahrungsmittel im Jahresvergleich nur gering verteuerten, begrenzt den Preisdruck in einem wichtigen Ausgabenbereich.

Belastung für Haushalte und Verkehr

Für private Haushalte wirken höhere Energiepreise unmittelbar über das Tanken und Heizen. Zusätzlich können sie zeitverzögert auf Transport, Logistik und damit auf Warenpreise durchschlagen. Besonders betroffen sind Menschen, die auf das Auto angewiesen sind oder ihre Wohnung mit Öl beziehungsweise anderen festen Brennstoffen beheizen.

Der Tankrabatt soll die Spritkosten vorübergehend dämpfen, ändert aber nichts an der internationalen Ursache des Preisschubs. Bleiben Öl- und Gaspreise hoch, kann die Entlastung an den Tankstellen den Anstieg lediglich abfedern. Für die weitere Entwicklung kommt es deshalb darauf an, ob der Energieschub anhält und ob sich daraus ein breiterer Preisdruck entwickelt.

Kaufkraft bleibt unter Druck

Mit steigenden Verbraucherpreisen sinkt die Kaufkraft, wenn Einkommen nicht im gleichen Umfang zulegen. Die monatliche Zunahme von 0,6 Prozent zeigt zudem, dass die Belastung nicht nur im Jahresvergleich sichtbar ist. Für Verbraucher bleiben daher Energieausgaben, Mobilität und die Entwicklung der Löhne die entscheidenden Größen für das verfügbare Budget.

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