ING, Kompromissbereitschaft

ING drÀngt auf Kompromissbereitschaft bei Schaffung von Wero

13.08.2025 - 21:52:07

ING-VorstÀndin Pinar Abay drÀngt die europÀischen Banken zur mehr Eile und KompromissfÀhigkeit bei der Schaffung des gemeinsamen Zahlungssystems Wero.

"Jeder muss bereit sein, auf dem Weg zu einem einheitlichen Zahlungssystem etwas zu opfern", sagte Abay dem Wirtschaftsmagazin "Capital" am Mittwoch. Abay Ă€ußerte sich vor dem Hintergrund, dass die Deutschland-Tochter der ING noch in diesem Monat ihren zehn Millionen Kunden das paneuropĂ€ische Instant-Payment-System Wero anbieten will. Bei der ING Group verantwortet Abay unter anderem das PrivatkundengeschĂ€ft und gehört dem Board der European Payment Initiative (EPI) an, die Wero betreibt.

Es ist bislang nur in Deutschland, Belgien und Frankreich zugĂ€nglich. Mit Österreich laufen GesprĂ€che. Abay zufolge ist das nicht ausreichend angesichts des globalen Umfeldes. "Europa muss darĂŒber nachdenken, wie es in verschiedenen Bereichen des Bankings eine europĂ€ische Dimension erreichen kann", sagte sie. "FĂŒr uns in Europa ist es ein Risiko, kein eigenes lĂ€nderĂŒbergreifendes Zahlungssystem zu haben. Angesichts dessen, was in der Welt passiert, mĂŒssen wir schnell handeln." Bei EPI waren einige Banken nach dem Start wieder ausgestiegen. Abay fordert von der Branche stattdessen mehr Zusammenarbeit und Pragmatismus. "Europa macht manchmal den Fehler, dass jeder eine Meinung ĂŒber die Lösung hat. Dann dauert es sehr lange, bis ein System kommt und skalierbar ist." Stattdessen solle die Branche "das weiter verfolgen, was bereits auf dem Markt funktioniert, um ein souverĂ€nes europĂ€isches Zahlungssystem aufzubauen". Aktuell könne sich nun eine neue Dynamik entwickeln, so Abay. "Ich hoffe, dass wir mit anderen MĂ€rkten wie Italien, Spanien und anderen LĂ€ndern einen Weg der Zusammenarbeit finden. Fasst man alles bereits Vorhandene zusammen, wird ein großer Teil Europas abgedeckt."

@ dts-nachrichtenagentur.de