Warren Buffett: Handel sollte keine Waffe sein
03.05.2025 - 17:15:45Der legendÀre US-Investor Warren Buffett hat die Zollpolitik von Donald Trump kritisiert - allerdings ohne den PrÀsidenten beim Namen zu nennen. «Handel sollte keine Waffe sein», sagte der 94-jÀhrige Buffett bei der AktionÀrsversammlung seiner Holding Berkshire Hathaway. Die USA sollten mit anderen LÀndern handeln - und je reicher der Rest der Welt sein werde, «wird das nicht auf unsere Kosten sein», sondern werde auch Amerika reicher machen.
Trump kĂŒndigte hohe Importzölle an - mit dem erklĂ€rten Ziel, mehr Produktion ins Land zu bringen. Auch sieht der US-PrĂ€sident das hohe Handelsdefizit als Problem: In die USA werden Waren in deutlich höherem Wert eingefĂŒhrt als exportiert. Trump setzte die Zölle fĂŒr die meisten LĂ€nder allerdings schnell wieder aus, nachdem die Börsen und FinanzmĂ€rkte daraufhin eingebrochen waren. Experten erwarten aber auch durch die in Kraft gebliebenen China-Zölle LieferengpĂ€sse in den USA in den kommenden Monaten.
Buffett hatte einst selbst Importzertifikate vorgeschlagen, um das Handelsdefizit zu senken. Der Gedanke war, dass Unternehmen fĂŒr Ausfuhren aus den USA Importrechte erhalten, die sie dann an andere Firmen verkaufen können. Er rĂ€umte bei der AktionĂ€rsversammlung am Samstag ein, dass die Idee nicht populĂ€r gewesen sei.
Buffett warnte die USA davor, den Rest der Welt gegen sich aufzubringen. Aus seiner Sicht wĂ€re es «ein groĂer Fehler», wenn 7,5 Milliarden Leute einen nicht mögen und 300 Millionen sich damit brĂŒsteten, wie gut es ihnen gehe. «Ich denke nicht, dass das richtig ist - und ich denke nicht, dass das weise ist», betonte Buffett.
GespĂŒr fĂŒr gute GeschĂ€fte
Berkshire Hathaway gehören unter anderem der Versicherer Geico, die Eisenbahngesellschaft BNSF, die Fast-Food-Kette Dairy Queen und der Batteriehersteller Duracell. Zudem hĂ€lt die Holding Beteiligungen an vielen anderen Unternehmen wie unter anderem Apple und Coca-Cola.Â
Berkshire war ursprĂŒnglich eine kleine Textilfirma. Buffett kaufte sie in den 60er Jahren und verwandelte sie in eine ĂŒberaus erfolgreiche Investmentgesellschaft. Sein GespĂŒr fĂŒr gute GeschĂ€fte sorgte dafĂŒr, dass Berkshires Investitionen in verschiedene Unternehmen sich ĂŒber die Jahre deutlich besser entwickelten als der Aktienmarkt im Durchschnitt.


