Iranische Accounts wollten ChatGPT fĂŒr Einflussaktion nutzen
Veröffentlicht am: 17.08.2024 um 11:00 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDie Profile seien entdeckt und entfernt worden, teilte die ChatGPT-Entwicklerfirma OpenAI mit, ohne deren Anzahl zu nennen.
Die Texte sollten demnach beide politische Lager in den USA ansprechen. In ihnen hieĂ es zum Beispiel wahlweise, dass der republikanische PrĂ€sidentschaftskandidat Donald Trump zensiert werde - oder sich zum König erklĂ€ren lassen wolle. AuĂerdem ging es der Mitteilung zufolge auch um den Gaza-Krieg, die Olympischen Spiele in Paris sowie Mode-Themen. Die fĂŒr BeitrĂ€ge in Online-Plattformen und fĂŒr fingierte Artikel auf Webseiten generierten Texte hĂ€tten kaum Leser erreicht, betonte OpenAI.
ChatGPT kann in Sekundenschnelle Texte auf dem sprachlichen Niveau eines Menschen erzeugen. Schon seit einiger Zeit gibt es die Sorge, diese FĂ€higkeit könnte missbraucht werden, um in groĂem Stil Falschinformationen oder Propaganda gĂŒnstig zu produzieren und zu verbreiten.
Zuletzt flogen mehrere Ă€hnliche Aktionen auf. So stellte Microsoft im Juni fest, dass prorussische Accounts ein Fake-Video populĂ€r machen wollten, das angebliche Gewalt bei Olympia zeigte. Und bei Facebook wurden mehrere hundert Accounts aus dem Iran, Russland und China entdeckt, die zum Teil mit KI-Software erzeugte Falschinformationen verbreiteten. OpenAI hatte bereits im Mai mitgeteilt, dass Accounts unter anderem aus Russland und China die KI-Werkzeuge des Konzerns fĂŒr Propaganda missbrauchen wollten.
