Irans RevolutionswÀchter attackieren Ziele in Syrien mit Raketen
16.01.2024 - 05:53:09 | dpa.deDie Attacke sei Vergeltung fĂŒr die jĂŒngsten Terrorangriffe im Iran, teilte das IRGC-Webportal in der Nacht zu Dienstag (Ortszeit) mit. Insbesondere sei die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) "in den besetzten Gebieten Syriens ausfindig gemacht und durch den Abschuss einer Reihe von ballistischen Raketen zerstört" worden, hieĂ es in der Mitteilung. Welche Ziele der Iran genau attackierte, war zunĂ€chst unklar.
Fast zeitgleich erschĂŒtterten mehrere laute Explosionen kurz vor Mitternacht die nordirakische Stadt Erbil. In der NĂ€he eines neuen im Bau befindlichen US-Konsulats schlugen Augenzeugen zufolge mehrere Raketen ein. Auch der internationale Flughafen in der kurdischen Stadt wurde getroffen, wĂ€hrend sich Panik in der Metropole ausbreitete. Ob es sich dabei auch um Angriffe durch Irans Revolutionsgarde handelte, war zunĂ€chst unklar.
Die kurdische Menschenrechtsorganisation Hengaw hatte zuvor auf X (ehemals Twitter) ĂŒber einen Raketenangriff von einer IRGC-Raketenbasis im Westen Irans berichtet. Dieser habe der Stadt Erbil gegolten, schrieb die in Norwegen ansĂ€ssige Organisation. Die Angaben lieĂen sich zunĂ€chst nicht ĂŒberprĂŒfen.
Die Lage in der Region ist seit Ausbruch des Gaza-Kriegs vor mehr als drei Monaten Ă€uĂerst angespannt. Raketenangriffe durch die IRGC hat es seitdem nicht gegeben. Mit dem Iran verbĂŒndete militante Gruppen haben in den vergangenen Monaten jedoch oft Ziele in Syrien und im Irak angegriffen. Israel und die USA gelten seit der Islamischen Revolution von 1979 als Irans Erzfeinde. Ein verheerender Terroranschlag Anfang Januar hatte im Iran mehr als 90 Menschen das Leben gekostet. Der IS bekannte sich wenig spĂ€ter zu dem Anschlag.
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