Israels Verteidigungsminister: VerstÀrken Kampf gegen die Hisbollah
26.02.2024 - 05:39:19"Wir planen, die Feuerkraft gegen die Hisbollah zu erhöhen, die nicht in der Lage ist, Ersatz fĂŒr die Kommandeure zu finden, die wir eliminieren", sagte Verteidigungsminister Yoav Galant beim Nordkommando, wie das MilitĂ€r am Sonntagabend mitteilte. Davon werde man sich auch dann nicht abbringen lassen, wenn es im Krieg im sĂŒdlich gelegenen Gazastreifen zu einer Feuerpause kommen sollte. Man werde den militĂ€rischen Druck auf die Miliz "bis zum vollstĂ€ndigen RĂŒckzug der Hisbollah" von der Grenze zu Israel verstĂ€rken, kĂŒndigte Galant an. Die Hisbollah ist eng mit Israels Erzfeind Iran verbunden.
Seit dem Ausbruch des Gaza-Krieges am 7. Oktober vergangenen Jahres hat sich der Konflikt Israels mit der Hisbollah entlang der israelisch-libanesischen Grenze verschĂ€rft. Die Schiiten-Miliz hat sich in der Pufferzone eingerichtet, die nach Ende des zweiten Libanon-Kriegs 2006 im Grenzgebiet im SĂŒdlibanon festgelegt worden war, und feuert von dort auf den Norden Israels. Israel greift wiederum mit seiner Artillerie und Luftwaffe die Hisbollah-Stellungen in der Pufferzone an. Israel warnte bereits mehrmals, dass es auch zu einem gröĂeren MilitĂ€reinsatz bereit sei, falls diplomatische BemĂŒhungen ins Leere laufen sollten.
Auf beiden Seiten gab es bereits Tote. Zehntausende Anwohner verlieĂen in beiden LĂ€ndern ihre Heimatorte wegen der KĂ€mpfe. Auch Sonntagnacht habe es israelische Artillerieangriffe in der Grenzregion gegeben, meldete die israelische Nachrichtenseite "Ynet" unter Berufung auf eine Hisbollah-Quelle. Die Miliz suche nach Ersatz fĂŒr ihre ausgeschalteten Kommandeure, "und ich kann Ihnen sagen, dass ich keine Freiwilligen sehe - alle haben Angst. Wir werden sie weiter ausschalten", sagte Galant.
Die Hisbollah ist mit der Hamas verbĂŒndet, gilt aber als deutlich schlagkrĂ€ftiger. Israel will durch militĂ€rischen und diplomatischen Druck erreichen, dass sich die Hisbollah wieder hinter den 30 Kilometer von der Grenze entfernten Litani-Fluss zurĂŒckzieht - so wie es die UN-Resolution 1701 vorsieht.

