Scholz enttĂ€uscht ĂŒber G20-ErklĂ€rung zur Ukraine
19.11.2024 - 19:26:31Der russische PrĂ€sident Wladimir Putin lasse die Ukraine seit 1.000 Tagen gnadenlos bombardieren, "1.000 Tage, in denen Menschen fĂŒr den blinden GröĂenwahn, fĂŒr die Absicht, sein Land einfach mit Gewalt zu vergröĂern, leiden mĂŒssen", sagte der SPD-Politiker zum Abschluss des Treffens der 20 fĂŒhrenden Industrie- und SchwellenlĂ€nder im brasilianischen Rio de Janeiro.
Er sagte weiter: "Das ist dann zu wenig, wenn diese 20 keine deutlichen Worte zur Verantwortung Russlands in dieser Frage finden. Das hĂ€tte ich mir gerne anders gewĂŒnscht."
Scholz erteilte zugleich einer Lieferung des reichweitenstarken deutschen Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine erneut eine klare Absage. Deutschland sei mit weitem Abstand der gröĂte UnterstĂŒtzer der Ukraine in Europa und werde dies bleiben. Gleichzeitig bleibe es wichtig, "alles das, was wir tun, mit Besonnenheit zu machen".
Deshalb habe er sich "sehr frĂŒh entschieden, dass die Lieferung von Marschflugkörpern aus meiner Sicht ein Fehler wĂ€re, aus vielen GrĂŒnden", betonte der Kanzler. Dies gelte insbesondere auch deshalb, weil es angesichts der Möglichkeiten und WirkmĂ€chtigkeit der Waffe weit in das Hinterland hinein "gar nicht anders sein könnte, als dass man sich mit der Zielkontrolle auch befassen wĂŒrde. Und das wiederum wĂŒrde eine Beteiligung bedeuten, die ich nicht richtig finde."

