KassenÀrzte, Testzeit

KassenĂ€rzte: Mehr Testzeit fĂŒr elektronische Patientenakte

Veröffentlicht am: 20.02.2025 um 12:52 Uhr | dpa, AD HOC NEWS

Die KassenĂ€rztlichen Vereinigungen in den drei Testregionen fĂŒr die elektronische Patientenakte (ePA) fordern mehr Zeit, um diese vor der bundesweiten EinfĂŒhrung zu testen.

Die Pilotphase laufe nach fĂŒnf Wochen immer noch nicht vollumfĂ€nglich, teilten die KassenĂ€rztlichen Vereinigungen (KV) Bayerns, Hamburg, Nordrhein und Westfalen-Lippe mit. Eine zu frĂŒhe EinfĂŒhrung könne die QualitĂ€t der Software, die Sicherheit der Akten und die Akzeptanz der Bevölkerung gefĂ€hrden.

Die rund 300 teilnehmenden Praxen in und um Hamburg, in Franken und Teilen Nordrhein-Westfalens berichten demnach, dass die technischen Voraussetzungen fehlen oder dass es Komplikationen gebe, sodass diese die ePA nicht wirksam testen könnten. In Westfalen-Lippe habe ein Drittel der Pilotpraxen die E-Akte noch gar nicht ausprobieren können, heißt es von der zustĂ€ndigen KassenĂ€rztlichen Vereinigung.

"Zu kurzes Zeitfenster"

Der Test der ePA lĂ€uft seit dem 15. Januar. Mitte MĂ€rz will die mehrheitlich bundeseigene Digitalagentur Gematik prĂŒfen, ob diese bundesweit eingefĂŒhrt werden kann. Bei einem positiven Ergebnis könnte das ab April möglich sein.

Dieses Zeitfenster ist nach Ansicht der KassenÀrztlichen Vereinigungen zu kurz, um die technischen Probleme zu beseitigen. Diese appellieren deshalb an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD), die Testphase zu verlÀngern.

Sorge: Frustrierte Ärzte und verĂ€rgerte Patienten

"Ein ĂŒbereiltes Ausrollen der ePA fĂŒhrt zu Frust in den Praxen und aufgrund unerfĂŒllter Erwartungen zu VerĂ€rgerung bei den Versicherten. Im schlimmsten Fall lehnen Praxen und Patienten die ePA dann einhellig ab", begrĂŒndete die KassenĂ€rztlichen Vereinigung in Bayern.

Seit 15. Januar bekommen schrittweise alle Kassenpatienten eine ePA - außer sie widersprechen. Diese soll ein digitaler Speicher etwa fĂŒr Befunde, Laborwerte und Angaben zu Medikamenten sein und Patienten ein Leben lang begleiten. Man kann sie ĂŒber Apps der Kassen am Smartphone ansehen.

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