KfW-Programm, Euro

KfW-Programm ab Juli: 30.000 Euro pro Wohneinheit fĂŒr Umnutzung

05.06.2026 - 06:34:01 | boerse-global.de

Hohe MĂ€ngelquoten bei GebĂ€udetechnik bremsen BĂŒro-Umwandlungen. Bund lockert Vorschriften und startet neues KfW-Förderprogramm.

BĂŒro-Umwandlung: MĂ€ngel und neue Förderung fĂŒr Wohnraum
KfW-Programm - Ein stilisiertes Modell eines Mehrfamilienhauses mit subtilen digitalen Finanzdaten, symbolisiert Umnutzung und Investition. 05.06.2026 - Bild: ĂŒber boerse-global.de

Doch mangelhafte GebÀudetechnik und strenge Brandschutzauflagen bremsen die Projekte aus.

Jede dritte Anlage hat erhebliche MĂ€ngel

Ein aktueller Branchenbericht des TÜV-Verbands zeigt alarmierende Zahlen: 35,9 Prozent der geprĂŒften sicherheitsrelevanten Anlagen weisen wesentliche MĂ€ngel auf. Das ist ein Anstieg um neun Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Nur jedes vierte System war vollstĂ€ndig mĂ€ngelfrei.

Besonders kritisch ist die Lage bei LĂŒftungsanlagen. Hier liegt die MĂ€ngelquote bei 44,2 Prozent. Bei Feuerlöschanlagen sind es 40,6 Prozent. Die GrĂŒnde: zunehmende technische KomplexitĂ€t, hoher Kostendruck und der FachkrĂ€ftemangel. Auch bei ErstprĂŒfungen stieg die MĂ€ngelquote deutlich an.

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Bund lockert Bauvorschriften – und legt Förderung auf

Das Potenzial fĂŒr neuen Wohnraum durch Umnutzung ist riesig. Doch starre Bauvorschriften, vor allem beim Brandschutz, verhindern oft die Umsetzung. Das Bundeskabinett hat deshalb eine Novellierung des Baugesetzbuchs beschlossen. Ziel: Planungs- und Genehmigungsverfahren per Digitalisierung beschleunigen und den Wohnungsbau als ĂŒberragendes öffentliches Interesse einstufen.

Parallel dazu startet im Juli 2026 das KfW-Programm „Gewerbe zu Wohnen“. Es ist mit mehreren hundert Millionen Euro ausgestattet. Pro Wohneinheit gibt es bis zu 30.000 Euro Zuschuss – vorausgesetzt, die FlĂ€chen werden dauerhaft in Wohnraum umgewandelt. Das schont Ressourcen und spart graue Energie.

NRW setzt auf Innovation und Dialog

In Nordrhein-Westfalen diskutieren VerbĂ€nde und Politik intensiv ĂŒber die Zukunft des Bauens. Die BauverbĂ€nde NRW fordern bezahlbares Bauen bei gleichzeitiger Umsetzung von Kreislaufwirtschaft und Digitalisierung (BIM). Transparenz bei Vergaben und stabile Materialpreise sind zentrale Themen.

Ein Vorzeigeprojekt: der Campus Derendorf der FH DĂŒsseldorf. Hier wurden denkmalgeschĂŒtzte Bauten wie eine ehemalige Großviehhalle in einen modernen Hochschulkomplex integriert. Solche Projekte erfordern spezialisierte Dienstleistungen – von der Idee ĂŒber das Baurecht bis zur Vermietung.

Neue Bauweisen gewinnen an Bedeutung. Die Holz-Hybrid-Modulbauweise kombiniert Stahlrahmen mit Holzkomponenten. Das reduziert den CO2-Fußabdruck und ermöglicht flexible Grundrisse. Auch die serielle Sanierung mit digitalen Zwillingen und vorgefertigten Fassadenelementen bietet Potenzial: Sie ertĂŒchtigt Bestandsbauten in wenigen Wochen energetisch und integriert moderne Brandschutzstandards.

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Sicherheit und Kosten im Blick

Mitte Juni 2026 diskutieren Experten aus Justiz und Wissenschaft auf Gut Gnadental in Neuss ĂŒber Sicherheitsstrategien fĂŒr GebĂ€ude – unter anderem zu Blackout-Szenarien.

Ab Juni 2026 stehen zudem aktualisierte Baukosten-Kennwerte zur VerfĂŒgung. Sie liefern eine verlĂ€ssliche Grundlage fĂŒr die wirtschaftliche Planung von Neubauten und Bauelementen. Und der ZDB-Nachunternehmervertrag wurde im FrĂŒhjahr 2026 angepasst: Neue Regelungen zu Vertragsstrafen sorgen fĂŒr mehr Transparenz.

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