Agentic, Singapur

KI im Unternehmen: Agentic AI verdoppelt sich 2026 auf 51%

Veröffentlicht am: 17.08.2026 um 08:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Singapur erreicht Spitzenwerte bei KI-Integration: Agentic-AI-Nutzung verdoppelt sich, Budgets steigen um 108 Prozent, Datenschutz bleibt größte Hürde.

ServiceNow-Index: Singapur treibt autonome KI-Systeme massiv voran
Eine Person arbeitet an einem Laptop in einem modernen, hellen Bürogebäude in Singapur mit Blick auf eine städtische Skyline. Illustration mit AI erstellt übermittelt durch boerse-global.de

Die technologische Entwicklung im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI) erreicht in führenden Wirtschaftsstandorten eine neue Phase der Professionalisierung.

Wie aus dem am Montag veröffentlichten Enterprise AI Maturity Index des Softwareunternehmens ServiceNow hervorgeht, verzeichnet insbesondere der Einsatz sogenannter Agentic AI einen massiven Zuwachs. Am Beispiel von Singapur, das in der Erhebung eine Vorreiterrolle einnimmt, zeigt sich eine signifikante Beschleunigung bei der Implementierung autonomer Systeme in Unternehmensabläufe.

Singapur übertrifft globalen Reifegrad bei KI

Der von ServiceNow erhobene Index bescheinigt Singapur einen AI-Maturity-Score von 53 von 100 möglichen Punkten. Damit liegt der Stadtstaat über dem globalen Durchschnitt, der mit 51 Punkten angegeben wird. Besonders bemerkenswert ist die Entwicklungsgeschwindigkeit: Innerhalb des Untersuchungszeitraums konnte Singapur seinen Score um 19 Punkte steigern.

Diese Dynamik spiegelt sich vor allem in der Adoption von Agentic AI wider. Dabei handelt es sich um KI-Systeme, die nicht nur auf Anfragen reagieren, sondern eigenständig Aufgaben planen und ausführen können.

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Laut der Studie hat sich die Nutzung dieser Technologien in Singapur im Jahr 2026 auf 51 Prozent mehr als verdoppelt. Im vorangegangenen Jahr 2025 lag dieser Wert noch bei 22 Prozent. Ein Zehntel der befragten Unternehmen gab an, bereits vollständig autonome Workflows in ihre Geschäftsprozesse integriert zu haben.

Massive Budgetsteigerungen für autonome Workflows

Die zunehmende Bedeutung von KI-gestützten Automatisierungsprozessen lässt sich auch an den Finanzplanungen der Unternehmen ablesen. Die Budgets für Künstliche Intelligenz sind in Singapur im Jahresvergleich um 108 Prozent gestiegen. Dieser starke Zuwachs führt dazu, dass KI-Investitionen mittlerweile einen Anteil von 15,4 Prozent an den gesamten IT-Budgets der Unternehmen ausmachen.

Diese Kapitalallokation deutet darauf hin, dass Unternehmen den Fokus von rein experimentellen Pilotprojekten hin zu einer tiefgreifenden Integration in die operative Struktur verschieben. Agentic AI wird dabei als Schlüsseltechnologie angesehen, um komplexe Arbeitsabläufe ohne ständige menschliche Intervention zu steuern, was insbesondere für administrative Prozesse und das Workflow-Management von Bedeutung ist.

Datenschutz bleibt zentrale Hürde für die Implementierung

Trotz der hohen Investitionsbereitschaft und der schnellen technologischen Adaption stehen Unternehmen weiterhin vor erheblichen Herausforderungen. Die Studie identifiziert den Datenschutz als das kritischste Hindernis für eine noch breitere Nutzung von KI-Systemen.

Rund 58 Prozent der befragten Unternehmen in Singapur nannten Bedenken hinsichtlich der Datensicherheit und des Schutzes sensibler Informationen als Top-Herausforderung bei der Einführung von KI-Lösungen.

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Diese Skepsis verdeutlicht, dass der Erfolg autonomer Workflows in der Praxis stark von der Fähigkeit der Anbieter abhängt, robuste Sicherheitsarchitekturen bereitzustellen, die mit internationalen regulatorischen Anforderungen vereinbar sind.

Für den HR-Sektor und das Personalmanagement bedeutet dies, dass bei der Einführung autonom agierender Systeme die rechtlichen Rahmenbedingungen zur Datenverarbeitung von Mitarbeitern und Bewerbern weiterhin eine zentrale Rolle in der strategischen Planung einnehmen müssen.

Die Ergebnisse des Enterprise AI Maturity Index unterstreichen, dass die Ära der assistierenden KI zunehmend von autonomen Agenten abgelöst wird, sofern die strukturellen und sicherheitstechnischen Barrieren erfolgreich überwunden werden können.

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