Klingbeil: Wachstums-Impuls jetzt nutzen
Veröffentlicht am: 15.10.2026 um 08:15 Uhr | dpa, AD HOC NEWSDer SPD-Politiker sagte am Rande der Jahrestagung des Internationalen WĂ€hrungsfonds (IWF) in Bangkok, auch dort werde anerkannt, "dass Deutschland zurĂŒck ist, was das Wirtschaftswachstum angeht".
Haupttreiber sei das Sondervermögen fĂŒr Investitionen des Bundes in die Infrastruktur. Dies sei ein Impuls. "Der muss jetzt aber auch genutzt werden." Klingbeil wies unter anderem auf zusĂ€tzliche private Investitionen, BĂŒrokratieabbau und mehr private Altersvorsorge hin.
Der IWF hat seine Wachstumsprognose fĂŒr Deutschland fĂŒr dieses Jahr gerade auf 1,3 Prozent von zuvor 0,7 Prozent angehoben. FĂŒr kommendes Jahr rechnen die Ăkonomen nun mit einem Plus von 1,1 Prozent - 0,1 Punkte mehr als bislang. Auch die Bundesregierung erwartet fĂŒr 2026 ein Wachstum von 1,3 Prozent.
Weitere Reformen angehen
Klingbeil sagte, damit werde "vorsichtiger Optimismus" möglich, man sehe auch anziehende Exporte. "Wir dĂŒrfen als Bundesregierung jetzt nicht aufhören, sondern wir mĂŒssen weitere Schritte gehen, was die Reformen angeht."
Mit Blick auf den konfrontativen Handelskurs der USA sagte der Vizekanzler: "Wo eine TĂŒr zugeht, gehen neue wieder auf." Deutschland sei fĂŒr viele ein attraktiver Partner. "Es gibt viele, die mit uns enger kooperieren wollen."
Russland nicht normales G20-Mitglied
Klingbeil sagte, er werbe dafĂŒr, dass neben Europa auch andere internationale Partner der von Russland angegriffenen Ukraine bei der Finanzierung fĂŒr dieses und nĂ€chstes Jahr zur Seite stehen. Bei einem Treffen der G20-Finanzminister am Rande der IWF-Tagung sei auch der russische Ressortchef dabei gewesen. "Wir haben nicht geredet", sagte Klingbeil. So zu tun, als sitze Russland als normales G20-Mitglied am Tisch, das werde es mit den EuropĂ€ern nicht geben.
