Kölln-Warnstreik, NGG

Kölln-Warnstreik: NGG fordert 5,8 Prozent für 160 Mitarbeiter

Veröffentlicht am: 07.09.2026 um 16:39 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Beim ersten Warnstreik bei Kölln legen rund 160 Produktionskräfte die Arbeit nieder. NGG und Unternehmensleitung liegen bei Lohn und Laufzeit auseinander.

Kölln-Beschäftigte streiken erstmals wegen festgefahrener Tarifrunde
Ein großes Fabrikgelände aus Backstein in Elmshorn unter einem bewölkten Himmel. Illustration mit AI erstellt.

In der laufenden Tarifrunde beim Haferflocken-Hersteller Kölln haben sich die Fronten verhärtet. Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat für den heutigen Montag erstmals in der Geschichte des Elmshorner Traditionsunternehmens zu einem Warnstreik aufgerufen. Die Arbeitsniederlegung markiert einen Wendepunkt in den bisherigen Beziehungen zwischen der Belegschaft und der Unternehmensleitung.

Arbeitsniederlegung am Hauptsitz in Elmshorn

Der Aufruf zum Warnstreik richtet sich gezielt an die Beschäftigten am Stammsitz des Unternehmens. Nach Angaben der Gewerkschaft ist die Aktion für den Zeitraum zwischen 14:00 Uhr und 22:00 Uhr am heutigen 7. September 2026 angesetzt. Betroffen von der Maßnahme sind rund 160 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in der Produktion des Lebensmittelherstellers tätig sind.

Für das Unternehmen stellt dieser Schritt ein Novum dar, da es in der bisherigen Firmengeschichte von Kölln noch nie zu einem vergleichbaren gewerkschaftlich organisierten Streik gekommen war. Die NGG begründet die Maßnahme mit dem Ziel, den Druck auf die Arbeitgeberseite vor der nächsten Verhandlungsrunde zu erhöhen.

Differenzen bei Lohnforderungen und Laufzeiten

Kern des Konflikts sind deutlich voneinander abweichende Vorstellungen über die künftige Entlohnung der Produktionsmitarbeiter. Die Gewerkschaft NGG fordert für die 160 betroffenen Beschäftigten eine Erhöhung der Löhne um 5,8 Prozent.

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Die Unternehmensleitung von Kölln hat hingegen ein Angebot vorgelegt, das eine Lohnsteigerung von 4 Prozent vorsieht. Ein wesentlicher Streitpunkt bleibt dabei auch die zeitliche Bindung: Das Angebot des Arbeitgebers ist auf eine Laufzeit von zwei Jahren ausgelegt. Die Gewerkschaft sieht in diesem Vorschlag bislang keine ausreichende Grundlage für eine Einigung.

Versorgungslage im Handel bleibt stabil

Trotz des achtstündigen Ausstands in der Produktion müssen Verbraucher nach aktuellem Stand keine Engpässe befürchten. Das Unternehmen Kölln teilte mit, dass infolge des Warnstreiks keine Auswirkungen auf das Warenangebot in den Supermärkten zu erwarten seien. Die Lieferfähigkeit des Herstellers für das Sortiment an Haferflocken und Müsli-Produkten bleibe gewahrt.

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Eine Entscheidung über den weiteren Verlauf des Tarifkonflikts könnte zeitnah fallen. Die nächsten Verhandlungen zwischen den Vertretern der NGG und der Unternehmensführung von Kölln sind bereits für den kommenden Donnerstag angesetzt. Ob der erste Warnstreik der Firmengeschichte zu einer Annäherung führt oder weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen, wird maßgeblich vom Ergebnis dieses Termins abhängen.

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