2,6 Mrd. Euro Umsatz mit Fairtrade-Produkten / Fairtrade Deutschland veröffentlicht Jahresbericht 2023/ 2024
07.05.2024 - 11:15:00 | presseportal.de
Claudia BrĂŒck, VorstĂ€ndin fĂŒr Kommunikation und Politik, fĂŒgte hinzu: "Am Megatrend Nachhaltigkeit ist nicht zu rĂŒtteln. Politische Regulierungen wie das neue EU-Lieferkettengesetz fordern Verantwortung von Unternehmen. Hier leistet Fairtrade wichtige UnterstĂŒtzung." Ziel der Gesetzgebung ist es, Menschenrechte in globalen Lieferketten zu wahren. DafĂŒr und fĂŒr bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen in Asien, Afrika und Lateinamerika setzt sich Fairtrade ein. Stabile Mindestpreise als Sicherheitsnetz und ein zusĂ€tzlicher Aufschlag, die Fairtrade-PrĂ€mie, tragen dazu bei. Die PrĂ€mieneinnahmen durch AbsĂ€tze auf dem deutschen Markt lagen 2023 bei 42 Mio. Euro. "Die PrĂ€mie ist fĂŒr die Menschen vor Ort ein wichtiges Werkzeug fĂŒr Investitionen, gerade jetzt, wo sie mit Preissteigerungen und höheren Lebenshaltungskosten umgehen mĂŒssen", so BrĂŒck.
Kaffee, Bananen, Kakao und Blumen
WĂ€hrend die AbsĂ€tze im Lebensmittelhandel und Discount zurĂŒckgingen, stiegen die Fairtrade-VerkĂ€ufe in DrogeriemĂ€rkten und in der Gastronomie. 2023 wurden rund 23.000 Tonnen fair gehandelter Kaffee verkauft (-3,6 Prozent), ein Marktanteil von 5 Prozent. Der Absatz von Fairtrade-Bananen ging um -3 Prozent auf 114.000 Tonnen zurĂŒck, von Kakaobohnen leicht um -1,4 Prozent auf 80.300 Tonnen. Der Marktanteil von Kakao bleibt stabil bei 17 Prozent. 2023 wurden rund 466 Mio. faire Blumen verkauft (-3,9 Prozent). Jede dritte Rose in Deutschland ist fair gehandelt. Weitere Zahlen und HintergrĂŒnde im Jahresbericht von Fairtrade Deutschland.
Jenseits des Siegels - Partner fĂŒr die ErfĂŒllung von Sorgfaltspflichten
Die Arbeit von Fairtrade geht weit ĂŒber zertifizierte Produkte hinaus. In einem neuen Projekt in Höhe von 1,9 Mio. Euro unterstĂŒtzt Fairtrade Deutschland beispielsweise Produzentenorganisationen sowie deutsche kleine und mittlere Unternehmen, an menschen- und umweltrechtlichen Sorgfaltspflichten (HREDD) zu arbeiten und im Kontext neuer Gesetze und EU-Regulierungen ihren Marktzugang abzusichern. Das Projekt ist eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft fĂŒr Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) und dem Forum Fairer Handel, finanziert durch das Bundesministerium fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
Fairtrade: Hoch bekannt und tief verwurzelt
Ăber 90 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher hierzulande kennen das Fairtrade-Siegel. Der faire Handel baut auf starkes zivilgesellschaftliches Engagement. "Das ist eine zentrale SĂ€ule unserer Arbeit. In einer Zeit multipler Krisen vermittelt der faire Handel die positive Vision globaler Klima- und Handelsgerechtigkeit", betont Aufsichtsratsvorsitzender Matthias Lehnert. FĂŒr das vielfĂ€ltige Engagement stehen stellvertretend mehr als 870 Fairtrade-Towns, ĂŒber 900 Fairtrade-Schools mit mehr als 700.000 SchĂŒlerinnen und SchĂŒlern sowie 45 Fairtrade-Universities. Um die Prinzipien und Ideen des fairen Handels stĂ€rker in der EU-Politik zu verankern, richtet Fairtrade gemeinsam mit den vielen Engagierten im Vorfeld der EU-Parlamentswahl fĂŒnf Forderungen fĂŒr eine faire europĂ€ische Handelspolitik an die Kandidatinnen und Kandidaten. fairtrade-deutschland.de/fairsprechen
Termine
6. Juni 2024, Internationale Fairtrade Conference IFC und Verleihung der Fairtrade Awards, Berlin
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