Gesundheit, Arbeit

Motivation als SchlĂŒssel fĂŒr wirksamen Arbeitsschutz

13.01.2026 - 09:29:22

Köln - Um sicheres Verhalten im Unternehmen zu verankern, braucht es mehr als Regeln und Unterweisungen: Motivation, Beteiligung und Anerkennung von BeschÀftigten spielen eine zentrale Rolle, erklÀrt die Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM).

HĂ€ufig sind es Routinen, Zeitdruck oder unterschĂ€tzte Risiken, die zu gefĂ€hrlichen Situationen oder UnfĂ€llen am Arbeitsplatz fĂŒhren. Gerade deshalb ist PrĂ€vention entscheidend. "Ein moderner Arbeitsschutz setzt darauf, BeschĂ€ftigte aktiv einzubinden und ihr sicherheitsgerechtes Verhalten wertzuschĂ€tzen", sagt Frank Göller, PrĂ€ventionsleiter der BG ETEM.

Vision einer unfallfreien Welt

Wenn BeschĂ€ftigte aufgrund eines Arbeitsunfalls oder einer beruflich bedingten Erkrankung ausfallen, verursacht das fĂŒr Unternehmen hohe Kosten: Sie mĂŒssen zum Beispiel ProduktionsausfĂ€lle hinnehmen und fehlendes Personal kompensieren. ZusĂ€tzlich entstehen langfristige wirtschaftliche Nachteile durch höhere Fehlzeiten, sinkende ProduktivitĂ€t, Know-how-Verlust und mögliche Image- sowie HaftungsschĂ€den.

Viele Unternehmen orientieren sich im Arbeitsschutz an der sogenannten Vision Zero. Sie ist die Leitidee einer Arbeitswelt ohne tödliche oder schwere UnfÀlle und Berufskrankheiten. Dahinter steht ein klarer Anspruch: Kein Unfall ist hinnehmbar, jeder Schaden ist vermeidbar.

Um diese Ziel zu erreichen, ist PrĂ€vention von Unternehmensseite wichtig - und die Einsicht jedes Einzelnen, dass sicheres und gesundes Verhalten sich auszahlt. Wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter etwa unsichere Situationen frĂŒhzeitig erkennen und melden, lĂ€sst sich dadurch Schlimmeres verhindern.

Ein entscheidender Hebel ist dabei die Motivation: Wer GefĂ€hrdungen meldet, Kolleginnen und Kollegen anspricht oder sich besonders fĂŒr Sicherheit und Gesundheit einsetzt, trĂ€gt aktiv dazu bei, UnfĂ€lle zu verhindern. Unternehmen können solches Engagement mit Anreizsystemen fördern.

Einfach, sichtbar, wirksam

Erfolgreiche Anreizsysteme im Arbeitsschutz zeichnen sich durch Klarheit und Einfachheit aus. Statt komplizierter Regelwerke braucht es verstĂ€ndliche Kriterien, Vertrauen in die Entscheidung der FĂŒhrungskrĂ€fte und eine unmittelbare RĂŒckmeldung. Besonders wirksam sind Anreize, die sichtbar und greifbar sind - sie regen zum GesprĂ€ch an und halten das Thema Sicherheit prĂ€sent, auch ĂŒber den Arbeitsplatz hinaus.

Zugleich stĂ€rken solche AnsĂ€tze die PrĂ€ventionskultur insgesamt: BeschĂ€ftigte melden hĂ€ufiger BeinaheunfĂ€lle und Verbesserungspotenziale, FĂŒhrungskrĂ€fte ĂŒbernehmen aktiv Verantwortung, und Unternehmen gewinnen wertvolle Hinweise, um Arbeitsbedingungen gezielt sicherer zu gestalten. So wird aus Arbeitsschutz kein reines Pflichtthema, sondern ein gemeinsames Anliegen.

Podcast anhören und mehr Informationen

Um ein Praxisbeispiel fĂŒr ein Arbeitsschutz-Anreizsystem geht es in der neuen Folge von "Ganz sicher", dem Podcast der BG ETEM fĂŒr Menschen mit Verantwortung. Zu Gast ist Magnus Magnusson, Programmleiter Vision Zero bei der DrĂ€ger Safety AG in Krefeld. Dort können BeschĂ€ftigte mit sicherheitsbewusstem Verhalten, das ĂŒber das erwartbare Maß hinausgeht, MĂŒnzeln sammeln - sogenannte Safety Coins. Magnusson erklĂ€rt im GesprĂ€ch mit Moderatorin Katrin Degenhardt, wie genau das System funktioniert, wie es die Sicherheitskultur im Betrieb voranbringt und warum echte MĂŒnzen zum Sammeln aus seiner Sicht besser funktionieren als ein digitales Punktesystem.

Der Podcast der BG ETEM ist auf der Webseite der BG ETEM unter der Adresse www.bgetem.de/ganzsicher zu finden. Ebenso bei Spotify, YouTube Music, Deezer, RTL+, Pocket Casts sowie Apple Podcasts. Zur Folge "Incentives im Arbeitsschutz: Motivation in MĂŒnzform" geht es hier.

Hintergrund BG ETEM

Die BG ETEM ist die gesetzliche Unfallversicherung fĂŒr rund vier Millionen BeschĂ€ftigte in gut 200.000 Mitgliedsbetrieben. Sie kĂŒmmert sich um Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz in den Mitgliedsbetrieben sowie um Rehabilitation und EntschĂ€digung von ArbeitsunfĂ€llen und Berufskrankheiten. FĂŒr ihre Mitgliedsunternehmen ĂŒbernimmt die BG ETEM die Haftung fĂŒr die gesundheitlichen Folgen von ArbeitsunfĂ€llen und Berufskrankheiten gegenĂŒber den BeschĂ€ftigten und stellt diese auch untereinander von der Haftung frei.

Pressekontakt:

Christian Sprotte
Pressesprecher
Telefon: +49 221 3778-5521 (Zentrale: - 0)
Telefax: +49 221 3778-25521
Mobil: +49 175 260 73 90
E-Mail: [email protected]

Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse
Hauptverwaltung
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln

www.bgetem.de

Original-Content von: BG ETEM - Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse ĂŒbermittelt durch news aktuell

http://ots.de/5e883d

@ presseportal.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlĂ€ssliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.