Kreisfeuerwehr Oldenburg: Zehn Stunden Training für sichere Entscheidungen
Veröffentlicht am: 24.10.2026 um 18:30 Uhr | Redaktion boerse-global.deDie Kreisfeuerwehr Oldenburg hat für ihre Führungskräfte ein praxisorientiertes Entscheidungstraining veranstaltet. Die Schulung fand am Donnerstag und Samstag im Feuerwehrhaus Hude statt und widmete sich schwerpunktmäßig den Herausforderungen, vor denen Einsatzleiter bei unübersichtlichen und zeitkritischen Lagen stehen.
Zehnstündige Fortbildung zur Führung einer Löschgruppe
Im Zentrum des Trainingsprogramms stand eine zehnstündige Fortbildung, die gezielt auf die Funktion und Verantwortung des Gruppenführers zugeschnitten ist. Eine klassische Löschgruppe umfasst in der Regel neun Einsatzkräfte. Um diese im Ernstfall sicher und zielgerichtet zu koordinieren, bedarf es klar strukturierter Entscheidungsprozesse und einer präzisen Lagebeurteilung innerhalb kürzester Zeit.
Geleitet wurde das Entscheidungstraining im Feuerwehrhaus Hude von David Piesik von der Berufsfeuerwehr Bremerhaven. Der Dozent vermittelte praxisnahe Methoden, um Handlungsoptionen unter hohem Handlungsdruck systematisch abzuwägen und Entscheidungen auch bei unvollständiger Informationslage verlässlich zu treffen.
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Etabliertes Fortbildungsformat im Ausbildungskalender
Das Entscheidungstraining ist kein einmaliges Pilotprojekt, sondern blickt auf eine mehrjährige Tradition zurück. Das Format besteht bei der Kreisfeuerwehr Oldenburg bereits seit sechs Jahren und wird mehrmals jährlich für die Einsatzkräfte angeboten. Wie aus den Planungen hervorgeht, bleibt die Fortbildung auch im kommenden Jahr ein fester Bestandteil des Programms der Kreisausbildung.
Regelmäßige Schulungen dieser Art sollen sicherstellen, dass Führungskräfte das nötige Rüstzeug besitzen, um bei Brandeinsätzen, technischen Hilfeleistungen und anderen Notfällen schnell die passenden Maßnahmen zur Gefahrenabwehr einzuleiten.
Extremtrainings fordern Führungskräfte über Fachgrenzen hinweg
Wie intensiv Einsatz- und Rettungskräfte das Treffen von Entscheidungen unter Stress trainieren, zeigt sich auch auf behördenübergreifender Ebene. In Vorarlberg durchliefen Führungskräfte von Feuerwehr, Polizei, Bergrettung, Wasserrettung, Rotem Kreuz und Samariterbund den anspruchsvollen Kurs „Führen in Extremsituationen“, kurz FIES.
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An diesem Kurs nahmen 24 Führungskräfte teil, die über einen Zeitraum von 46 Stunden – von Donnerstag um 15 Uhr bis Samstagmittag – komplett ohne Schlaf auskommen mussten. Während des Trainings wurden die Teilnehmenden mit 26 unterschiedlichen Szenarien konfrontiert.
Das Programm umfasste unter anderem die Personenrettung von einem 30 Meter hohen Baukran, komplexe Einsätze zur Schluchtenrettung sowie realitätsnahe Simulationen von Amokläufen, Terroranschlägen und Geiselnahmen. Insgesamt waren rund 230 Personen in die Durchführung dieser Großübung eingebunden, um die Belastbarkeit der Einsatzleitungen an die Leistungsgrenze zu führen.
