Russland, Schoigu

Russland schickt Schoigu zu GesprÀchen in den Iran

05.08.2024 - 14:53:28

Kremlchef Wladimir Putin hat seinen Vertrauten Sergej Schoigu inmitten wachsender Ängste vor einem FlĂ€chenbrand im Nahen Osten zu GesprĂ€chen in den Iran geschickt.

Der frĂŒhere Verteidigungsminister, der nun SekretĂ€r des russischen Nationalen Sicherheitsrates ist, traf in Teheran ein, um auch Fragen der regionalen und internationalen Sicherheit zu erörtern, wie russische Agenturen meldeten.

Auf Schoigus Programm standen GesprĂ€che mit dem SekretĂ€r des Obersten Nationalen Sicherheitsrates des Iran, Ali Akbar Ahmadian, und dem Generalstabschef der iranischen StreitkrĂ€fte, Mohammed Bagheri, wie es weiter hieß. Geplant sei auch ein Empfang durch den neuen iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian. Bei den Treffen gehe es neben Sicherheitsfragen auch um wirtschaftliche Projekte und eine StĂ€rkung der bilateralen Zusammenarbeit.

Die Ukraine wirft dem Iran seit langem eine militĂ€rische UnterstĂŒtzung Russlands vor; Kiew beklagt, dass Teheran in der Vergangenheit Drohnen und Raketen geliefert habe fĂŒr Moskaus Angriffskrieg. Aus Sicht der FĂŒhrung in Kiew hat Putin ein Interesse an einer weiteren Eskalation der Lage im Nahen Osten, weil dies im Westen die Aufmerksamkeit vom Krieg in der Ukraine weglenken könnte.

Russland hatte vorige Woche die gezielte Tötung des Auslandschefs der islamistischen Hamas, Ismail Hanija, bei einem israelischen Angriff verurteilt und angesichts der angedrohten VergeltungsschlĂ€ge alle Seiten zur ZurĂŒckhaltung aufgefordert. Moskau pflegt enge Kontakte zu Teheran und zur Hamas. Russland, das auch Kontakte zu Israel hat, hat sich in der Vergangenheit als möglicher Vermittler in dem Konflikt ins GesprĂ€ch gebracht.

@ dpa.de