Peskow, Moskau

Peskow: Moskau will Kontakt zu Washington fortsetzen

07.04.2025 - 15:46:27

Kremlsprecher Dmitri Peskow hat Moskaus Interesse an weiteren Verhandlungen mit Washington bekrÀftigt, verweist aber erneut auf russische Bedingungen vor einer Feuerpause in der Ukraine.

Bislang gebe es keinen Termin fĂŒr weitere Kontakte zwischen den beiden Staaten, sagte Peskow russischen Agenturen zufolge.

Peskow zufolge unterstĂŒtzt Russlands PrĂ€sident Wladimir Putin die Idee einer Feuerpause in der Ukraine. Allerdings schrĂ€nkte der Kremlsprecher ein, dass dafĂŒr eine Reihe bislang ungeklĂ€rter Fragen beantwortet werden mĂŒsse.

Auch in der Vergangenheit stellte Russland bei Verhandlungen ĂŒber eine Waffenruhe immer wieder Vorbedingungen. Dabei geht es unter anderem um die Forderung nach einer Demilitarisierung der Ukraine.

US-PrĂ€sident Donald Trump hatte sich nach Medienberichten Ende MĂ€rz ĂŒber Putin geĂ€rgert und gesagt, er sei "stinksauer". Beim Nato-Außenministertreffen in der vergangenen Woche machte US-Außenminister Marco Rubio deutlich, dass Trump die Hinhaltetaktik des russischen PrĂ€sidenten nicht mehr lange akzeptieren werde.

Kremlsprecher Ă€ußert sich zu schwerem Angriff

Nach dem schweren Raketentreffer mit vielen Toten und Verletzen in der Industriestadt Krywyj Rih im SĂŒdosten der Ukraine am Freitag behauptete Peskow, es wĂŒrden keine SchlĂ€ge gegen soziale Infrastruktur ausgefĂŒhrt. Die Zahl der Opfer durch den Angriff ist nach Angaben des Chefs der örtlichen MilitĂ€rverwaltung, Olexander Wilkul, auf mittlerweile 20 Tote gestiegen, darunter 9 Kinder. Moskau hatte von einem "HochprĂ€zisionsschlag" gesprochen. Auf den von ukrainischer Seite veröffentlichten Bildern vom Ort des Angriffs sind keine Hinweise auf militĂ€rische Ziele zu sehen.

@ dpa.de