Deutschland, Konjunktur

Ifo: Über die Hälfte der deutschen Unternehmen nutzt KI

05.06.2026 - 11:39:27 | dpa.de

Künstliche Intelligenz kann menschliche Arbeitnehmer bei Routineaufgaben ersetzen. Deutschlands Firmen nutzen die Technologie in immer größerem Umfang.

Ein Wirtschaftsaufschwung liegt in weiter Ferne, dementsprechend schwierig ist laut Ifo-Institut die Lage vieler Unternehmen. (Archivbild) - Bild: Leonie Asendorpf/dpa
Ein Wirtschaftsaufschwung liegt in weiter Ferne, dementsprechend schwierig ist laut Ifo-Institut die Lage vieler Unternehmen. (Archivbild) - Bild: Leonie Asendorpf/dpa

Die Nutzung von Künstlicher Intelligenz verbreitet sich in der deutschen Wirtschaft in schnellem Tempo. Nach einer Umfrage des Münchner Ifo-Instituts nutzen mittlerweile 54,4 Prozent der Unternehmen KI-Software - vor einem Jahr lag der Anteil erst bei knapp 41 Prozent. «Die Dynamik bei der Einführung ist hoch», sagte Ifo-Umfrageleiter Klaus Wohlrabe.

Deutlich wird in der Umfrage aber auch, dass Konzerne schneller bei der KI-Einführung sind als der Mittelstand: Laut Ifo setzen mittlerweile mehr als zwei Drittel (67,2 Prozent) der Großunternehmen KI ein, aber nur gut 47 Prozent der mittleren und 51,2 Prozent der kleinen Firmen.

Besonders häufig genutzt wird KI demnach unter anderem in Verwaltung, Datenanalyse, Programmieren, Schriftverkehr und Informationssuche. Viele Unternehmen verwenden KI darüber hinaus auch für Aufgaben in Planung, Controlling oder der Kommunikation mit den Kunden. «Besonders bei Routineaufgaben und der Verarbeitung großer Informationsmengen eröffnet KI neue Möglichkeiten», sagte Wohlrabe. Besonders weit verbreitet ist KI laut Ifo mittlerweile in der Industrie mit einem Anteil von 58,7 Prozent. Das Ifo-Institut befragt im Rahmen seiner Konjunkturerhebungen monatlich mehrere tausend Unternehmen.

de | wirtschaft | 69486754 |

Weitere Meldungen

Einigung mit dem Iran – Entspannung für Wirtschaft in Sicht Der Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war für die seit Jahren stagnierende deutsche Wirtschaft nur die jüngste Hiobsbotschaft. (Politik, 15.06.2026 - 11:52) weiterlesen...

Bundesbankchef warnt vor verfrühter Hoffnung nach Iran-Deal. Doch Bundesbankpräsident Nagel warnt vor langen Folgen der Kämpfe. Ein Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA weckt Hoffnung auf ein Ende des Kriegs und eine Erholung der Wirtschaft. (Wirtschaft, 15.06.2026 - 10:01) weiterlesen...

Einigung mit dem Iran: Entspannung für Wirtschaft in Sicht Der Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar war für die seit Jahren stagnierende deutsche Wirtschaft nur die jüngste Hiobsbotschaft. (Politik, 15.06.2026 - 05:47) weiterlesen...

Coface Deutschland / +6 Prozent: Coface hebt globale Insolvenzprognose ... +6 Prozent: Coface hebt globale Insolvenzprognose deutlich an (FOTO) Mainz - Die globale Konjunktur gerät zunehmend unter Druck: Obwohl der seit Ende Februar eskalierende Nahostkonflikt im ersten Quartal 2026 kaum Auswirkungen auf die Insolvenzentwicklung hatte, ist die Zahl der Firmenpleiten weltweit bereits um 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. (Boerse, 12.06.2026 - 13:49) weiterlesen...

Bundesbank senkt Prognose: Hoher Ölpreis bremst Wirtschaft. Nun erwartet auch die Bundesbank weniger Wachstum - und rechnet mit Folgen für Inflation und Arbeitsmarkt. Der Iran-Krieg zieht die deutsche Wirtschaft nach unten. (Wirtschaft, 12.06.2026 - 11:09) weiterlesen...

Kieler Institut bleibt bei Wachstumsprognose für Deutschland Trotz Iran-Krieg hält das IfW an seiner Prognose fest – doch steigende Rohstoffpreise und schwache Exporte bremsen die Hoffnung auf ein kräftiges Comeback der deutschen Wirtschaft. (Wirtschaft, 11.06.2026 - 12:25) weiterlesen...