Umfrage: Mehrheit sorgt sich um Folgen der KI
18.07.2024 - 12:23:23 | dpa.deSo erwarten 47 Prozent der Befragten in Deutschland, dass KI die Zahl der Jobs verringern wird, wie es in einer reprĂ€sentativen Befragung des Kreditversicherers Allianz Trade heiĂt. Nur 35 Prozent gingen davon aus, dass durch sie mehr ArbeitsplĂ€tze entstehen. Allianz Trade befragte nach eigenen Angaben vom 26. April bis zum 13. Mai fast 6300 Menschen ab 18 Jahren in sechs europĂ€ischen LĂ€ndern - jeweils 1020 Deutsche und Franzosen, 1172 Ăsterreicher, 1021 Italiener, 1032 Polen und 1006 Spanier. In der Betrachtung aller LĂ€nder liege der Anteil der um Jobs besorgten Menschen bei 46 Prozent, der jener Menschen mit dem Glauben an zusĂ€tzliche ArbeitsplĂ€tze bei 33 Prozent.
Noch gröĂer als die Angst um die ArbeitsplĂ€tze ist laut der Erhebung die Sorge um eine zunehmende Ungleichheit. So glauben 53 Prozent der befragten Deutschen, dass mit der weiteren Verbreitung von KI die Gebildeten und Intelligenten immer schlauer wĂŒrden, wĂ€hrend der Rest zurĂŒckbleibe. Nur ein Viertel der Befragten zeigte sich demnach optimistisch. Im Gesamtschnitt aller sechs LĂ€nder lĂ€gen die Werte bei 51 zu 21 Prozent. Generell sĂ€hen die Menschen in diesen LĂ€ndern mehr Risiken als Chancen bei der KI - und zwar mit 36 zu 21 Prozent.
Hilft KI gegen den demografischen Wandel?
"Die Bevölkerung in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern ist von dem schnellen Umbruch verunsichert und in der Folge skeptisch", sagt der Leiter Versicherung, Vermögen und ESG bei Allianz Research, Arne Holzhausen. Dabei erwarteten Experten erhebliche positive wirtschaftliche Auswirkungen. "Der SchlĂŒssel liegt nicht darin, Mitarbeiter durch KI-Tools zu ersetzen, sondern KI zur ErgĂ€nzung und Erweiterung ihrer FĂ€higkeiten einzusetzen", betont Holzhausen. Dies erfordere jedoch massive Investitionen in Umschulungen, Weiterbildung und die Vorbereitung der BeschĂ€ftigten auf neue Arbeitsformen.
Angesichts des FachkrĂ€ftemangels könnte die KI sogar zu einem GlĂŒcksfall werden, so Holzhausen. Denn die Entwicklung der KI falle mit dem demografischen Wandel zusammen, das heiĂt mit der Alterung der Bevölkerung und dem Schrumpfen des ArbeitskrĂ€ftepotenzials, was in vielen Sektoren zu einem ArbeitskrĂ€ftemangel fĂŒhren könnte. "Durch die Steigerung der ProduktivitĂ€t und die Automatisierung von Routineaufgaben könnte die KI (...) helfen, dieser drohenden Herausforderung zu begegnen."
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