UmsÀtze am Kunstmarkt geschrumpft
08.04.2025 - 08:00:39Der weltweite Kunstmarkt ist im vergangenen Jahr noch deutlicher geschrumpft als im Jahr davor. Es floss im Jahresvergleich zwölf Prozent weniger Geld, nach minus vier Prozent 2023, wie aus dem Kunstmarktbericht der Schweizer Bank UBS und der Kunstmesse Art Basel hervorgeht. Insgesamt lagen die VerkĂ€ufe nach den SchĂ€tzungen bei 57,5 Milliarden Dollar (52,4 Mrd. Euro). Grund fĂŒr den RĂŒckgang sei wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheit.Â
Ein Drittel der KunsthĂ€ndlerinnen und - hĂ€ndler hĂ€tten fĂŒr 2025 mit steigenden UmsĂ€tzen gerechnet, berichtete Autorin Clare McAndrew. Ihre Umfragen haben aber vor den weltweiten wirtschaftlichen Turbulenzen durch die massiven ZollankĂŒndigungen von US-PrĂ€sident Donald Trump und den darauffolgenden BörseneinbrĂŒchen stattgefunden.Â
In China war der Einbruch 2024 nach dieser Analyse besonders krass: minus 31 Prozent. Damit rutschte China auf den dritten Platz der wichtigsten KunstmarktplĂ€tze, hinter dem unangefochtenen MarktfĂŒhrer USA mit 43 Prozent des GesamtgeschĂ€fts und neu auch hinter GroĂbritannien, wo groĂe AuktionshĂ€user wie Sotheby's und Christie's ihren Sitz haben. Auf GroĂbritannien entfallen 18, auf China 15 Prozent des GesamtgeschĂ€fts.
Autorin Clare McAndrew berichtet ĂŒber einen Trend zu mehr KĂ€ufen im unteren Preissegment. Dazu zĂ€hlt sie Kunstwerke unter 50.000 Dollar. Insgesamt stieg die Zahl der Transaktionen um drei Prozent. KunsthĂ€ndler hĂ€tten 44 Prozent ihrer GeschĂ€fte mit Neukunden statt etablierten Sammlern gemacht.
McAndrew untersucht fĂŒr den Bericht seit 2017 UmsĂ€tze von AuktionshĂ€usern, Kunstmessen, Galerien und KunsthĂ€ndlern.


