Gewerkschaft: SteuererklĂ€rung fĂŒr Arbeitnehmer abschaffen
14.07.2025 - 05:36:55 | dpa.de"Wir fordern, dass das Steuerrecht einfacher wird - weniger Formulare, weniger Nachweise, mehr digitale Lösungen. Pauschalen statt Einzelabrechnungen, wo immer es geht", sagte Gewerkschaftschef Florian Köbler der Funke Mediengruppe. Das wĂŒrde seiner Ansicht nach Millionen Menschen viel Zeit, Nerven und Geld sparen.
"Ganz konkret fordern wir auch die Abschaffung der SteuererklĂ€rung fĂŒr Arbeitnehmer. Stattdessen wird die SteuererklĂ€rung ganz automatisch erstellt und muss vom Arbeitnehmer nur noch geprĂŒft und gegebenenfalls ergĂ€nzt werden", sagte Köbler. Technisch sei dies nicht nur möglich, sondern sei in LĂ€ndern wie Ăsterreich bereits erfolgreich etabliert.
Rentner von der Abgabepflicht entbinden?
Auch Rentnerinnen und Rentner sollten seiner Meinung nach von der Pflicht der SteuererklÀrung befreit werden. Diese sollte "durch einen automatischen Quellenabzug direkt durch die Rentenkasse ersetzt werden".
Im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD spricht sich die Regierung fĂŒr eine "Steuervereinfachung durch Typisierungen, Vereinfachungen und Pauschalierungen" aus. Rentnerinnen und Rentner sollen demnach von ErklĂ€rungspflichten so weit wie möglich entlastet werden. AuĂerdem plant die schwarz-rote Koalition, die digitale Abgabe von SteuererklĂ€rungen schrittweise verpflichtend zu machen. "FĂŒr einfache SteuerfĂ€lle sollen vorausgefĂŒllte und automatisierte SteuererklĂ€rungen sukzessive ausgeweitet werden."
Die SteuererklĂ€rung fĂŒr das Kalenderjahr 2024 muss bis zum 31. Juli 2025 abgegeben werden. FĂŒr Menschen, die sich steuerlich beraten lassen, verlĂ€ngert sich die Frist auf den 30. April 2026.
Die Deutsche Steuer-Gewerkschaft ist die gewerkschaftliche Interessenvertretung des Personals der Steuerverwaltung.
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