BASF, Chemie

BASF sieht europÀische Chemie im Wettbewerbsnachteil

15.02.2024 - 04:33:56

Kurz vor Weihnachten teilt BASF mit, bestimmte GeschÀfte aus dem Verbundsystem zu lösen. Es gehe um die Steigerung der Ertragskraft, betont der Konzern - nicht um einen Schritt hin zum Verkauf.

Mit dem Lösen mehrerer GeschĂ€fte aus dem Verbundsystem und der Umwandlung in rechtlich eigenstĂ€ndige Tochtergesellschaften will BASF den Chemiekonzern wieder profitabler machen. «Es geht letztlich um Leistungssteigerung sowie darum, nĂ€her am Kunden zu sein und sich noch hĂ€rter im Wettbewerb zu messen», sagte Finanzchef Dirk Elvermann (52) den Nachrichtenagenturen dpa-AFX und dpa. Ein WachstumsgeschĂ€ft mĂŒsse anders gesteuert werden als ein GeschĂ€ft, das im Wesentlichen auf Rendite ausgerichtet sei. Das schaffe BASF mit einer neuen Struktur.

«Wir schauen bei diesen GeschĂ€ften noch stĂ€rker auf die unternehmerische Leistung im jeweiligen Wettbewerbsumfeld und setzen ihnen anspruchsvolle Ebita- und Cashflow-Ziele», sagte der Manager. In Zeiten, in denen Barmittel auch in der BASF nicht mehr ohne Ende verfĂŒgbar seien, mĂŒsse das Unternehmen stĂ€rker priorisieren. Es gehe um die Steigerung der Ertragskraft in Zeiten, in denen speziell die europĂ€ische Chemie in einen Wettbewerbsnachteil geraten sei.

BASF hatte im Dezember mitgeteilt, die GeschĂ€fte rund um Agrarchemie, Batteriematerialien sowie Lacke und Beschichtungen (Coatings) als rechtlich eigenstĂ€ndige Tochtergesellschaften aufzustellen. Diese Bereiche hĂ€ngen weniger stark mit dem Rest des Konzerns zusammen. Einem Verkauf der Bereiche hatte Unternehmenschef Martin BrudermĂŒller eine Absage erteilt.

BASF hatte im Juni Europas erstes Zentrum fĂŒr Batteriematerialproduktion und Batterierecycling in Schwarzheide nördlich von Dresden eröffnet. Der Unternehmensbereich Coatings hat seinen Hauptsitz in MĂŒnster. Limburgerhof ist das Zentrum der weltweiten Pflanzenschutz- und SaatgutaktivitĂ€t.

@ dpa.de