KuWeBe, Schwerte

KuWeBe in Schwerte: Verwaltungsrat lässt Doppelstrukturen prüfen

Veröffentlicht am: 26.09.2026 um 22:09 Uhr | Redaktion boerse-global.de

Schwertes KuWeBe-Verwaltungsrat stimmte einer Prüfung möglicher Parallelaufgaben zu; weitere Kommunen beraten über schlankere Abläufe.

Schwerte prüft Doppelstrukturen, Kommunen planen weitere Verwaltungsreformen
Ein heller, minimalistischer Flur in einem Verwaltungsgebäude mit klaren Linien und natürlichem Lichteinfall. Illustration mit AI erstellt.

Verwaltungsrat in Schwerte votiert für Überprüfung

Im Verwaltungsrat des Kultur- und Weiterbildungsbetriebs (KuWeBe) in Schwerte steht die Organisation der internen Abläufe auf auf dem Prüfstand. Wie die Ruhr Nachrichten am 26.09.2026 berichteten, stellte Bianca Dausend im Verwaltungsrat einen Ergänzungsantrag der CDU zur stärkeren Prüfung von Doppelstrukturen vor.

Nach einer anfänglichen Diskussion nahm eine große Mehrheit des Gremiums den Vorstoß an. Ziel des Beschlusses ist es, bestehende Aufgabenverteilungen und Schnittstellen genauer zu beleuchten, um mögliche Parallelstrukturen innerhalb der kommunalen Einrichtung zu identifizieren.

Kommunale Bestrebungen zu Verschlankung und Entlastung

Die Debatte um eine effizientere Aufstellung kommunaler Betriebe und den Abbau bürokratischer Hürden wird zeitgleich in mehreren Regionen geführt. So befasst sich auch der Stadtrat in Chemnitz mit Reformen für städtische Eigenbetriebe. Nach einem Bericht von tag24.de vom 25.09.2026 plant die Stadtverwaltung, Bürokratie abzubauen und den Eigenbetrieben mehr Handlungsspielraum einzuräumen.

Vorgesehen ist unter anderem, dass der Abfallentsorgungs- und Stadtreinigungsbetrieb (ASR) sowie der Entsorgungsbetrieb der Stadt Chemnitz (ESC) Verträge außerhalb von Investitionen und Personal künftig bis zu einem Wert von 400.000 Euro eigenständig abschließen dürfen, während die Grenze bislang bei 250.000 Euro lag.

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Für den Friedhofs- und Bestattungsbetrieb soll dieser Schwellenwert von 75.000 auf 250.000 Euro steigen. Zudem könnten die Betriebsleitungen Investitionen aus einem bereits beschlossenen Wirtschaftsplan grundsätzlich eigenständig umsetzen. Eine abschließende Beratung im Chemnitzer Stadtrat wurde jedoch vertagt, da der genaue Umfang sowie Kontrollmechanismen noch geklärt werden müssen.

Auch in Isernhagen zielen parlamentarische Initiativen auf straffere Strukturen und Einsparungen ab. Dort haben die CDU-Ratsfraktion und die Gruppe Grüne/Die Partei beantragt, die Aufsichtsräte der Gemeindewerke Isernhagen, der Entwicklungsgesellschaft Isernhagen sowie der Schwimmbadbetrieb Isernhagen GmbH einheitlich auf jeweils 5 Mitglieder zu verkleinern.

Bislang umfassen diese Gremien 6, 6 beziehungsweise 7 Mitglieder, während der Aufsichtsrat der Isernhagen Netz GmbH aus 4 Mitgliedern besteht. Die Antragsteller begründen die Maßnahme mit einer effizienteren Gremienarbeit sowie möglichen Einsparungen bei Sitzungskosten und Verwaltungsaufwand. Über den Vorschlag soll der Verwaltungsausschuss am 28.09.2026 beraten, bevor die Entscheidung am 01.10.2026 im Rat ansteht.

Initiativen gegen Doppelarbeit auf Landes- und Verbandsebene

Über einzelne Kommunen hinaus gewinnt die Bündelung von Kapazitäten und die Vermeidung von Doppelarbeit auch auf übergeordneter Ebene an Bedeutung. In Baden-Württemberg hat die Zukunftskommission unter dem Vorsitz von Innenminister Manuel Hagel ihre Arbeit aufgenommen. Das Gremium soll Land und Kommunen über die gesamte Legislaturperiode begleiten.

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Gemeinsam soll daran gearbeitet werden, Standards anzupassen, Aufgaben zu reduzieren, Bürokratie abzubauen und die Finanzbeziehungen einschließlich des Konnexitätsprinzips weiterzuentwickeln. Bis Ende 2026 streben die Beteiligten ein Zukunftsbündnis von Land und Kommunen an, dessen erste Schritte in ein Jahresentlastungsgesetz münden sollen.

Auf die Notwendigkeit schlankerer Verfahren weisen zudem Wohlfahrts- und Sozialverbände hin. Vor dem bundesweiten Aktionstag für einen starken Sozialstaat am 26.09.2026 sprach sich die Kampagne Nicht am Menschen sparen, getragen von einem Bündnis aus 75 sozialen Einrichtungen und Verbänden, gegen Kürzungen im Sozialbereich aus.

Um finanzielle und personelle Ressourcen freizusetzen und Hilfsangebote zu sichern, forderte das Bündnis einheitliche administrative Verfahren, eine verstärkte Digitalisierung sowie die gezielte Reduzierung von Doppelarbeit.

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