Inflation schwÀcht sich weiter ab
12.04.2024 - 08:34:18Gesunkene Nahrungsmittel- und Energiepreise haben die Inflation in Deutschland im MĂ€rz auf den niedrigsten Stand seit rund drei Jahren gedrĂŒckt.  Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lagen die Verbraucherpreise im MĂ€rz um 2,2 Prozent ĂŒber dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Behörde bestĂ€tigte damit am Freitag vorlĂ€ufige Daten. Die Rate war damit so niedrig wie zuletzt im Mai 2021 mit ebenfalls 2,2 Prozent. Niedriger war der Wert zuvor im April 2021 mit 2,0 Prozent. Im Februar des laufenden Jahres hatte die Teuerungsrate noch bei 2,5 Prozent gelegen und im Januar bei 2,9 Prozent.Â
«Die Preissituation bei Energie und Nahrungsmitteln dĂ€mpfte die Inflationsrate bereits im zweiten Monat in Folge. Im MĂ€rz 2024 waren Nahrungsmittel fĂŒr Verbraucherinnen und Verbraucher erstmals seit Februar 2015 gĂŒnstiger als ein Jahr zuvor», erlĂ€uterte Behördenchefin Ruth Brand.  FĂŒr Nahrungsmittel zahlten Verbraucherinnen und Verbraucher 0,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.Â
Energie verbilligte sich trotz der zu Jahresanfang ausgelaufenen Energie-Preisbremsen und der Anhebung des CO2-Preises auf 45 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) im MĂ€rz um 2,7 Prozent gegenĂŒber dem Vorjahresmonat. GĂŒnstiger waren unter anderem Erdgas (minus 9,2 Prozent) und Strom (minus 8,1 Prozent). FernwĂ€rme kostetet dagegen 20,6 Prozent mehr. Dienstleistungen verteuerten sich um 3,7 Prozent.Â
Volkswirte rechnen mit einem weiteren RĂŒckgang der Teuerung. Im Jahresschnitt erwarten fĂŒhrende Wirtschaftsforschungsinstitute eine deutliche AbschwĂ€chung der Inflation auf 2,3 Prozent nach 5,9 Prozent im vergangenen Jahr. Höhere Teuerungsraten schmĂ€lern die Kaufkraft von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Die Menschen können sich fĂŒr einen Euro weniger leisten. Im vergangenen Jahr setzten viele Verbraucher daher den Rotstift an. Der Privatkonsum fiel als wichtige KonjunkturstĂŒtze aus. GegenĂŒber dem Vormonat Februar stiegen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent.


