Lebkuchenproduktion, Destatis

Lebkuchenproduktion fÀllt 2025 auf 72.800 Tonnen

Veröffentlicht am: 13.10.2026 um 08:33 Uhr | dts-nachrichtenagentur, AD HOC NEWS

Deutschlands Lebkuchenhersteller haben 2025 so wenig produziert wie seit sieben Jahren nicht mehr. Zugleich blieb das WeihnachtsgebĂ€ck ein wichtiges Exportprodukt mit Österreich, Polen und Frankreich als grĂ¶ĂŸten Abnehmern.

Produktion von Lebkuchen gesunken
Supermarkt (Archiv) - Bild: via dts Nachrichtenagentur

Lebkuchenproduktion erreicht Siebenjahrestief

  • 2025 wurden in Deutschland gut 72.800 Tonnen Lebkuchen hergestellt.
  • Die Produktion lag damit zehn Prozent unter dem Vorjahreswert von gut 81.000 Tonnen.
  • 36 Prozent der Jahresproduktion entfielen auf das dritte Quartal.
  • Deutschland exportierte knapp 20.000 Tonnen und importierte gut 10.000 Tonnen Lebkuchen.

Die deutsche Lebkuchenproduktion ist 2025 auf den niedrigsten Stand der vergangenen sieben Jahre gefallen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden gut 72.800 Tonnen hergestellt, zehn Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Hersteller erhöhten ihre Produktion bereits im dritten Quartal, damit die Waren rechtzeitig in den Handel gelangen. Auf Juli bis September entfielen 36 Prozent der gesamten Jahresmenge.

Exporte konzentrieren sich auf Europa

Deutschland fĂŒhrte 2025 knapp 20.000 Tonnen Lebkuchen aus, ĂŒberwiegend in europĂ€ische LĂ€nder. Österreich nahm mit 4.200 Tonnen die grĂ¶ĂŸte Menge ab, gefolgt von Polen mit 3.700 Tonnen und Frankreich mit 2.100 Tonnen.

Auf diese drei NachbarlĂ€nder entfielen zusammen 50 Prozent der deutschen Lebkuchenexporte. Außerhalb Europas waren die Vereinigten Staaten mit 1.100 Tonnen der wichtigste Abnehmer, vor Australien mit 400 und Brasilien mit 300 Tonnen.

August und September stÀrkste Exportmonate

Die Ausfuhren waren noch stÀrker als die Produktion auf die zweite JahreshÀlfte konzentriert. 89 Prozent der Exportmenge wurden 2025 in diesem Zeitraum verschickt.

Im August entfielen 24 Prozent und im September 25 Prozent der Gesamtausfuhrmenge auf deutsche Lebkuchen. Zusammen machten die beiden Monate damit 49 Prozent der Exporte aus.

Polen wichtigstes Herkunftsland

Nach Deutschland wurden im vergangenen Jahr gut 10.000 Tonnen Lebkuchen eingefĂŒhrt. Mit 5.300 Tonnen kamen 53 Prozent der Importe aus Polen.

Italien und die Ukraine steuerten jeweils 1.100 Tonnen bei. Damit entfielen auf jedes der beiden LĂ€nder elf Prozent der deutschen Lebkuchenimporte.

Die Produktionszahl zeigt die Bedeutung des WeihnachtsgeschĂ€fts fĂŒr die deutsche Lebkuchenbranche. Anders als bei vielen saisonalen Lebensmitteln konzentriert sich die Herstellung nicht gleichmĂ€ĂŸig ĂŒber das Jahr, sondern wird bereits im Sommer hochgefahren, damit die Ware im Herbst und zur Adventszeit im Handel verfĂŒgbar ist.

Der RĂŒckgang auf gut 72.800 Tonnen betrifft die in Deutschland hergestellte Menge. Er sagt allein noch nichts darĂŒber aus, wie viele Lebkuchen insgesamt auf dem deutschen Markt verkauft werden, weil zusĂ€tzlich Importe hinzukommen. Besonders Polen verbindet beide Seiten des Marktes: Das Land ist einerseits ein wichtiger Abnehmer deutscher Ware und zugleich die wichtigste Herkunft der deutschen Lebkuchenimporte.

Export bleibt saisonal geprÀgt

FĂŒr die Außenhandelsbilanz ist die zweite JahreshĂ€lfte entscheidend. Der Schwerpunkt der Ausfuhren in August und September verdeutlicht, dass Hersteller und HĂ€ndler frĂŒhzeitig disponieren mĂŒssen. Schwankungen bei Produktion, Exporten und Importen können daher nicht isoliert anhand einzelner Monate bewertet werden.

Österreich, Polen und Frankreich bilden zusammen die wichtigsten auslĂ€ndischen AbsatzmĂ€rkte fĂŒr deutsche Lebkuchen. Außerhalb Europas bleiben die Vereinigten Staaten, Australien und Brasilien kleinere, aber messbare ZielmĂ€rkte. FĂŒr Verbraucher und Handel bedeutet die Statistik vor allem: Das WeihnachtsgebĂ€ck ist ein international gehandeltes Saisonprodukt, dessen Angebot bereits deutlich vor der Adventszeit organisiert wird.

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